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ASP: DJV fordert Maßnahmen für Schwarzwildjagd

ASP-Prävention: Der Deutsche Jagdverband fordert weitergehende Maßnahmen für die Schwarzwildbejagung (Symbolbild). © Michael Breuer

ASP-Prävention: Der Deutsche Jagdverband fordert weitergehende Maßnahmen für die Schwarzwildbejagung (Symbolbild).


Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat anlässlich der „Nationalen ASP-Präventionskonferenz“ einen Sechs-Punkte Katalog vorgestellt, der die Schwarzwildjagd vereinfachen soll. Darin wird darauf hingewiesen, dass die Jagd die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nicht verhindern kann. Allerdings könne ein geringerer Schwarzwildbestand die natürliche Ausbreitung der Seuche verringern. Deshalb schlägt der DJV vor, in allen Feldkulturen Bejagungsschneisen anzulegen. Auch soll das Jagdverbot in Naturschutzgebieten aufgehoben werden und Schwarzkittel ganzjährig bejagt werden – auch in Staats- und Bundesforsten. Außerdem sollen mehr großflächige Bewegungsjagden – auch über die Reviergrenzen hinweg durchgeführt werden.

Einsatz von Jagdhunden unterstützen

Da der Einsatz von Jagdhunden für die Schwarzwildjagd unerlässlich sei, solle deren Ausbildung und Ausrüstung durch Behörden finanziell unterstützt werden. Abschließend wird die Zulassung der „kleinen Kugel“ für gestreifte Frischlinge gefordert. Es solle auf Frischlinge auch mit Munition gejagt werden dürfen, die eine Mindestenergie von 1000 Joule auf 100 Meter aufweisen. Auf alle Schalenwildarten, außer Rehwild sind laut Bundesjagdgesetz eine Mindestenergie von 2000 Joule auf 100 Meter und eine Kalibergröße von mindestens 6,5 mm vorgeschrieben. Der DJV fordert damit laut Pressesprecher Thorsten Reinwald, dass gestreifte Frischlinge mit der selben Munition gejagt werden darf, die für Rehwild zugelassen ist. Man begrüße die bundesweite Aufhebung der Schonzeiten, so der DJV weiter. Man weißt darauf hin, dass dies nicht die Aufhebung des Elterntierschutzes bedeutet. Die Jagd ist alternativlos. Den Vorschlag, Wildschweine mit Verhütungsmitteln (Pille) an der Vermehrung zu hindern, lehnt man als Unsinn ab. PM


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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