+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 91 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 23.10.2020) +++
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ASP: DJV fordert Einsatz von IR-Aufhellern bei Schwarzwildjagd

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Donnerstag, 17.09.2020 - 15:03
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Schwarzwild-Bache-Frischlinge © Erich Marek
Der DJV fordet in seinem Forderungspapier zur Afrikanischen Schweinepest eine effektive Bejagung des Schwarzwildes.

Der Deutsche Jagdverband verabschiedete heute ein Forderungspapier zur effektiven Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest. Darin hat der Verband Vorschläge und Forderungen an die Politik zusammengefasst, die alle ein Ziel haben: Die effektive Bejagung des Schwarzwilds, um eine weitere Seuchenausbreitung zu verhindern.

Auch die Verwendung von Nachtsichtvor- und -aufsatztechnik spielt in dem Papier eine Rolle. So fordert der DJV die Erlaubnis des Einsatzes von IR-Aufhellern bei der Jagd auf Schwarzwild. Künstliche Lichtquellen dürfen bisher nicht mit der Schusswaffe verbunden sein. Dies schließt im Moment eine Verwendung von Nachtsichtgeräten mit integrierten oder angebauten IR-Strahlern aus. Dazu soll nach Meinung des DJV das WaffG entsprechend geändert werden. Insbesondere dieser Punkt wurde von vielen Jägern bei der Änderung des Waffenrechts Anfang des Jahres kritisiert und als „praxisfern“ bezeichnet.

Stärkere Jagd in Schutzgebieten

Weiterhin fordert der DJV in dem Papier die generelle Erlaubnis der Jagd mit der „kleinen Kugel“ (unter 6,5mm und eine E 100 weniger als 2000 Joule) auf Frischlinge. Einzelne Bundesländer, beispielsweise Berlin oder Rheinland-Pfalz, erlauben dies bereits. Zudem fordert der Jagdverband eine stärkere Jagd in Schutzgebieten sowie eine Entbürokratisierung in einigen Bereichen. Hierzu zählt z.B. das Anlegen von Bejagungsschneißen oder auch eine einfachere Genehmigung von Straßensperrungen, etc. bei revierübergreifenden Drückjagden.

Die Einarbeitung von Jagdgebrauchshunden in Schwarzwildgattern sowie eine finanzielle Förderung von Schutzausrüstung sowie Ortungsgeräten betrachtet der DJV als sinnvoll. Kirrverbote sollen nach Meinung des DJV nicht beibehalten werden. So würden im Seuchenfall aktive Fütterungen und Kirrungen eine Ausbreitung der ASP verhindern.

Das vollständige Positionspapier finden Sie hier:


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