+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 2.498 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 26.10.2021) +++
Home News ASP: Brandenburg errichtet Schutzkorridor zu Polen

ASP: Brandenburg errichtet Schutzkorridor zu Polen

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Donnerstag, 24.06.2021 - 17:30
ASP-Zaun-Grenze-Polen © Mike Mareen - stock.adobe.com
Der jetzige Zaun ist nach Ansicht des Ministeriums nicht ausreichend.

Brandenburg will mit Hilfe eines zweiten Zauns einen Schutzkorridor an der Grenze zu Polen errichten. Das hat das Verbraucherschutzministerium heute bekannt gegeben. Das Seuchengeschehen in Westpolen sei hoch dynamisch und die Afrikanische Schweinepest habe sich im Verlauf des Jahres in den an Brandenburg angrenzenden Gebieten weiter ausgebreitet. Das Verbraucherschutzministerium rechne derzeit nicht mit einer wirksamen Eindämmung der ASP in Polen und auch Gespräche bezüglich einer gemeinsamen Lösung hätten zu keinem Erfolg geführt.

Verbraucherschutzstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer: „Derzeit ist Brandenburg das Bollwerk gegen eine weitere Ausbreitung der ASP nach Westen. Wir bekämpfen die ASP nicht nur für uns allein, sondern gemeinsam mit Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern für die gesamte Bundesrepublik und alle 16 Bundesländer.“

Zaun alleine bietet keine ausreichende Sicherheit

Der bisherige Zaun bietet nach Ansicht des Ministeriums keine ausreichende Sicherheit. Daher wolle man nun einen zweiten Zaun entlang vorhandener Straßen errichten. Der Schutzkorridor soll nach Auskunft des Ministeriums mindestens 500 Meter breit sein. „Innerhalb dieses Streifens wird der Wildschweinbestand auf möglichst null reduziert, es findet eine intensive Suche nach Fallwild statt und schweinehaltende Betriebe werden in besonderem Maße überwacht. Für die Kosten wird unter anderem eine Kofinanzierung durch die EU beantragt und ein solidarisches Finanzierungsmodell durch alle Bundesländer erarbeitet“, so das Verbraucherschutzministerium.


Kommentieren Sie