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ASP: Bereit für die Seuche?

Unter Einhaltung strenger Sicherheitsvorkehrungen wurden die ausgelegten Kadaver geborgen.


Schleswig-Holstein probt den Ernstfall. Wie das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) bekannt gab, führte man am 27. Juni eine Übung für den Fall des Seuchenausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch.

In den Landkreisen Segeberg und Herzogtum Lauenburg wurde ein Ausbruch der ASP bei einem Wildschwein fingiert und mehrere Kadaver von Schwarzkitteln als „Fallwild“ in einem „betroffenen Gebiet“ ausgelegt. Anschließend begaben sich sieben Suchteams, bestehend aus je einem Jäger mit Hund und einer Begleitperson, an die Arbeit. Sobald ein Kadaver gefunden wurde, rückte eines von drei Bergungsteams aus und sicherte diesen unter Einhaltung realer Sicherheitsvorkehrungen, um eine weitere Kontaminierung des Umfelds zu verhindern.

Bau eines Zauns

Zusätzlich wurde der Bau eines Zauns um die Fundstelle eingeleitet. „So soll im Falle eines frischen Eintrags des ASP- Virus nach Schleswig-Holstein ein Entweichen weiterer infizierter Wildschweine verhindert werden“, erklärte Umweltminister Dr. Robert Habeck. Dafür werden rund 50 Kilometer Zaunmaterial bei den Landesforsten vorrätig gehalten.

„Schleswig-Holstein muss für den Ernstfall gerüstet sein. Gerade mit Blick auf die ASP Situation in Europa ist dieses behördenübergreifende Training eines gemeinsamen Krisenmanagements von größter Wichtigkeit. Wir müssen alle an einem Strang ziehen. Die Bekämpfung der Seuche im Falle eines Ausbruchs in einer Wildschweinpopulation ist besonders anspruchsvoll und erfordert eine gute Einbindung und Abstimmung aller Beteiligten“, wird Habeck in der Pressemitteilung zitiert. PM


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