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ASP-Abwehr: Jagdstörer behindern Drückjagd

Jagdstörer behinderten in Bielefeld eine Revierübergreifende Drückjagd (Symbolbild).


Das Veterinäramt Bielefeld (NRW) hatte mehrere Reviere zu einer übergreifenden Drückjagd aufgerufen. Hintergrund war die erwünschte deutliche Reduzierung der Schwarzwildbestände in Hinblick auf die drohende Afrikanische Schweinepest (ASP). Die Drückjagd sei öffentlich angekündigt gewesen, da sie sich in der Nähe einer Autobahn und in einem Naherholungsgebiet befunden hätte, so Dr. Hans-Helmut Jostmeyer, Leiter des Veterinäramts gegenüber der Redaktion. Man habe deshalb schon mit Störungen gerechnet. Während der Jagd hätten sich dann Jagdstörer in der Nähe der Ansitze aufgehalten und somit verhindert, dass die Jäger schießen konnten. Die Waidmänner hätten sich gut an die empfohlene Vorgehensweise gehalten, ihre Waffen sofort zu entladen und sich nicht provozieren zu lassen. Dadurch sei die ganze Aktion nicht eskaliert.

Wie kann man das in Zukunft verhindern

Man müsse nun herausfinden, welche Handhabe die Jäger gegen Jagdstörer hätten, um solche Aktionen in Zukunft zu verhindern, so Jostmeyer weiter. Denn wenn es Infektionsfälle der Schweinepest in Deutschland gebe, dann müsse sofort scharf gejagt werden und man könne keine weiteren Störungen gebrauchen. Ohne Jagd könne man die Schwarzwildbestände nicht so weit verringern, wie nötig. Laut der „Neue Westfälische“ wurden bei der Jagd immerhin 20 Wildschweine erlegt, wenn auch deutlich weniger als erwartet.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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