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ASP: 70.954 Wildschweine in Deutschland getestet

Wildschwein-tot-Straße © pridannikov - stock.adobe.com
Nach wie vor besteht die Angst, dass sich die ASP auch in Deutschland ausbreitet.

Auf Anfrage der FDP äußerte sich der Deutsche Bundestag zum aktuellen Stand der Afrikanischen Schweinepest. Nach Kenntnis des Bundestags habe sich die ASP weiter ausgebreitet. So ist in Griechenland erstmals Anfang 2020 die Seuche nachgewiesen worden. Besonders in Ungarn und Polen sei die Lage nach wie vor angespannt, so der Bundestag. Jedoch gebe es im Abstand unter zehn Kilometern zur deutschen Grenze in Polen bisher keine bestätigten Fälle. In einem Gebiet bis zu 20 Kilometern zur deutschen Grenze, konnten hingegen vier erkrankte Schwarzkittel entdeckt werden.

Um einen Ausbruch der ASP in Deutschland möglichst früh zu bemerken, wurden im Jahr 2019 und 2020 (Stichtag 20. Mai 2020) laut des Deutschen Bundestags 70.954 Wildschweine virologisch in den Grenzgebieten zu den Nachbarländern untersucht. Alle Testergebnisse seien jedoch negativ verlaufen.

Die FDP hatte Bedenken geäußert, ob das Coronavirus möglicherweise Auswirkungen auf die Maßnahmen bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest habe. Das entkräftete der Deutsche Bundestag in seiner Antwort jedoch. Die Präventionsmaßnahmen würden trotz der Corona-Pandemie weiterhin durchgeführt werden.

Risiko eines Eintrags ist weiterhin hoch

Das Friedrich-Löffler-Institut schätzt das Risiko eines Eintrags der ASP nach Deutschland durch illegale Verbringung und Entsorgung von kontaminiertem Material weiterhin als hoch ein. Die Gefahr einer Einschleppung durch Jagdtourismus sei jedoch nur als „mäßig“ anzusehen. Eine natürliche Ausbreitung durch infizierte Wildschweine in den Grenzgebieten zu Belgien und Polen sehen die Experten allerdings auch als „hoch“ an.


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