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Artenvielfalt: Projekt im Bundesprogramm soll Rebhuhn retten

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Donnerstag, 05.08.2021 - 11:42
Rebhuhn-Kette © Simonas - stock.adobe.com
Mit einem neuen Projekt soll der Rückgang vom Rebhuhn gestoppt werden.

In Deutschland sind die Rebhuhn-Besätze in vielen Teilen immer weiter rückläufig. Um dem entgegenwirken zu können, wurde nun ein neues Projekt im Bundesprogramm aufgenommen. Unter dem Titel „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL), der Georg-August-Universität Göttingen und dem Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) sollen vielfältigere und kleinteiligere Lebensräume in Agrarlandschaften geschaffen werden. Zudem will man Hecken und Blühstreifen fördern.

Nur noch rund 50.000 Brutpaare

Seit den 1980er Jahren sind die Besätze in ganz Europa um über 90 Prozent zurückgegangen. In Deutschland gebe es nur noch rund 50.000 Brutpaare, in ganz Europa nur noch rund 1,4 bis 2,7 Millionen Brutpaare.

Das zweijährige Projekt wird durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums in Höhe von 775.000 Euro gefördert. Im ersten Schritt soll das verfügbare Wissen zum Rebhuhnschutz analysiert und sich auf die bundesweite Mobilisierung und Vernetzung aller relevanten Akteure konzentriert werden. In einem parallelen Bewerbungsverfahren werden zudem potenzielle Projektgebiete für konkrete Schutzmaßnahmen ausgewählt. „Längerfristig sollen Maßnahmen, mit denen in intensiv bewirtschafteten Landschaften Strukturen für Rebhühner geschaffen werden, die eine ganzjährige Deckung, sichere Brutplätze und ein insektenreiches Habitat zur Kükenaufzucht bieten, in unterschiedlichen Naturräumen Deutschlands umgesetzt werden“, so das Bundesumweltministerium.


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