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Artenschutz: Zaun soll Dülmener Wildpferde vor Wolf schützen

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Leonie Engels
am
Samstag, 01.01.2022 - 15:33
Wildpferd © Foton: ©Kristina Kluthke - stock.adobe.com
Die Wildpferde sollen durch einen zehn Kilometer langen Zaun vor den Wölfen geschützt werden. (Symbolbild)

Auf einem rund 400 Hektar großen Reservat leben knapp 400 Wildpferde des Herzog von Croy im Merfelder Bruch (Dülmen, Nordrhein-Westfalen). Diese Wildpferde sind die einzig verbliebenden wildlebenen Pferde auf dem europäischen Kontinent. Das oberste Ziel ist daher die Arterhaltung des Dülmener Wildpferdes und alle damit verbundenen Tätigkeiten.

Durch die Rückkehr des Wolfes und der damit verbundenen Risse sollen die Wildpferde durch einen zehn Kilometer langen Zaun vor den Grauröcken geschützt werden. Der Naturschutzbeirat des Kreises Coesfeld hat am 15. Dezember dem Zaunbauvorhaben mehrheitlich zugestimmt. „Die Wildpferde müssten als Kulturgut der Region besonders geschützt werden. Außerdem wurden in der Entscheidung auch potenziellen Risiken für die Bevölkerung berücksichtigt“, gab der WDR bekannt. Nun fehlt nur noch die Baugenehmigung der Stadt Dülmen.

Private Schutzzauninvestition

Das Bauprojekt soll voraussichtlich nach dem kommenden Sommer starten, die Kosten für den Zaun werden auf rund 750.000 Euro geschätzt. Diese werden vermutlich vom Herzog als Bauherrn getragen werden. Ob es Zuschüsse vom Land gibt, ist noch unklar.

Bislang kein offizielles Wolfsgebiet

Das Reservat der Wildpferde im Naturpark Hohe Mark ist offiziell kein Wolfsgebiet. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) bestätigte jedoch im Mai 2020 einen Damwildriss durch einen Wolf im Wildpferdegebiet. Auch zwischen dem südlichen Münsterland und dem westlichen Ruhrgebiet sei es zuletzt zu mehreren bestätigten Wolfsrissen gekommen.


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