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Artenschutz-Irrsinn

Über eine Dreiviertelstunde musste sich dieser Wolf quälen.


Am Dienstag gegen 7:12 Uhr überfuhr ein 53-Jähriger bei Varnhorn (Niedersachsen) den Grauhund, als dieser die Fahrbahn kreuzte. Der Rüde wurde dabei etwa 50 Meter mitgeschleift, bevor er schwer verletzt am Fahrbahnrand zum Liegen kam. Die an der Unfallstelle eingetroffenen Ordnungshüter konnten das Tier allerdings nicht erlösen, ihnen waren die Hände gebunden.

Denn dafür muss in Niedersachsen ein Amtstierarzt oder ein Veterinärmediziner mit Sachkundenachweis hinzugezogen werden. Außerdem bedarf es der Zustimmung durch die Untere Naturschutzbehörde. Noch bevor diese Schritte vollzogen waren, verendete der Wolf allerdings gegen 8 Uhr. „Dem Tier 45 Minuten tatenlos beim Sterben zuzusehen fiel den Kollegen vor Ort nicht leicht“. Daher sei man mit der Vorgehensweise seitens der Polizei auch „nicht glücklich“, so die zuständige Sprecherin der Polizei gegenüber jagderleben.

Der 53-jährige Pkw-Fahrer blieb unverletzt. Der zwischen zwei und drei Jahren alte und etwa 36 Kilogramm schwere Wolf wurde zur weiteren Untersuchung nach Berlin überführt. PM


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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