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Artenschutz: Deutsche Wisente für Rumänien

Eines der Wisente auf dem Weg in die neue Heimat.


Drei Wisente aus dem Wisentgehege Springe (Niedersachsen) wurden zusammen mit neun weiteren Wildrindern aus deutschen Zoos und Wildparks zur Auswilderung nach Poieni (Rumänien) gebracht. Zusammen mit zwei Tieren aus Rumänien sollen sie dort die Grundlage für eine neue Population bilden.

Auf dem Weg ins Projektgebiet musste der Transporter an etlichen Steigungen und unwegsamen Passagen von einem schweren Forstschlepper gezogen werden. Das Ausladen der Wisente in ihre neue Heimat, eine Akklimatisierungszone mit 14 Hektar, ging trotz der Reisestrapazen ruhig vonstatten. In diesem Gehege bleiben die Rinder jetzt die ersten vier Wochen nach der Ankunft, danach kommen sie in eine zirka 100 Hektar große Auswilderungszone.

"Unendliche Wildnis"

Nach weiteren sechs bis acht Wochen wird auch diese Anlage geöffnet. Dort erwartet die Wisente dann, „unendliche Wildnis, keine Besiedelung, keine menschliche Infrastruktur – ein Paradies für die bedrohte Tierart“, wie Thomas Hennig, Leiter des Wisentgeheges Springe, schwärmt. Er hatte den Transport nach Rumänien begleitet. Im kommenden Jahr treten sechs weitere Tiere aus Springe ihre Reise in die Südkaparten an, wo sie ausgewildert werden. PM


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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