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Armbrustpfeil im Träger

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Montag, 10.10.2016 - 15:51
Egal ob Jugendstreich oder gezielte Wilderei - das ist Tierquälerei! Foto: Anton Brünnler © Anton Brünnler
Egal ob Jugendstreich oder gezielte Wilderei - das ist Tierquälerei! Foto: Anton Brünnler

Ende September bemerkte der Waidmann während eines Reviergangs bei Obersontheim ein auffälliges Stück Rehwild. Beim genaueren Ansprechen fiel ihm auf, dass dem Tier kurz unterhalb des Hauptes ein Gegenstand im Träger steckte. Da ihm der Vorfall keine Ruhe ließ, begab er sich direkt am nächsten Tag auf einen in der Nähe befindlichen Hochsitz. Das Stück trat wieder aus und der Grünrock glaubte nun einen Pfeil erkannt zu haben. Nachdem er das Kitz kurze Zeit später erlegen konnte, bestätigte sich dieser Verdacht. Ein etwa 15 Zentimeter langer Bolzen, wahrscheinlich mit einer Armbrust abgefeuert, steckte in der Halsmuskulatur.
In seinem Verhalten und Erscheinungsbild war das Reh normal und nicht abgekommen. Die Wunde war noch nicht entzündet. Dies lässt darauf schließen, dass die Tat noch nicht allzu lang her war. Durch sein schnelles Handeln ersparte der Grünrock dem Jungtier wahrscheinlich große Qualen. Bei der zuständigen Polizei erstattete der Waidmann Anzeige gegen Unbekannt.
Anton Brünnler/RW