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Antworten der SPD

Zu Frage 1:
Das System hat sich bewährt, weil es die bisherigen Eigentumsrechte und eine flächendeckende Bejagung und Hege sicherstellt.

Zu Frage 2:
Das neue EU-Richterrecht muss wegen der Praktikabilität durch eine bundesweite Regelung umgesetzt werden. Bei Bejagungen besonderer Art, z. B. Reduzierung von zu Schaden gehenden Schwarzwildbeständen, ist eine flächendeckende Bejagung sinnvoll. Das gilt auch für die Reduktion zu hoher Rot- und Damwildbestände - es gilt, die bestehenden Abschusspläne einzuhalten. Die Bejagung des männlichen Rehwilds in den Forsten sollte zur Erreichung angepasster Bestände bei Drückjagden ausgeweitet werden. Die Jagd muss ihren Anteil dazu leisten, das Ziel eines gesunden und multifunktionalen Waldes mit seinen Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen zu erreichen.

Zu Frage 3:
In Schutzgebieten erwarten wir von der Jägerschaft eine Mitwirkung bei der gezielten Entwicklung von Flora und Fauna. Das beinhaltet auch eine Bejagung vor allem der Prädatoren, um praktischen Artenschutz zu leisten.

Zu Frage 4a:
Eine Landessteuer lehnen wir ab.

Zu Frage 4b:
Eine generelle Waffenüberprüfungsgebühr lehnen wir ab.

Zu Frage 5:
In der Vergangenheit waren Kampagnen für die freiwillige Abgabe legaler und illegaler Waffen erfolgreich. Das sollte in gewissen Abständen wiederholt werden. Die Aufdeckung illegalen Waffenbesitzes ist häufig „Beifang“ bei kriminellen Aktivitäten. Hier sind die Strafverfolgungsbehörden gefordert.

Zu Frage 6:
Eine landesweite Abschaffung der Jagdsteuer, die kommunal festgelegt wird, ist nicht geplant, da es vor Ort unterschiedliche Regelungen gibt, die der Jägerschaft helfen, ihre Aufgaben wahrzunehmen. Im Zuge von Fallwildentsorgungen, Landschafts- und Biotoppflege sowie Prädatorenbekämpfung durch die Jägerschaft sollte die Reduzierung und/oder der Erlass von Jagdsteuer diskutiert werden.

Zu Frage 7:
Es gibt in Niedersachsen eine Reihe guter praktischer Beispiele mit Blick auf Wildackeraussaaten, Ackerrandstreifen- und Blühstreifenprogramme. Die Auflockerung der Monokulturen und Schaffung von Ruhe- und Äsungsräumen fördern die Artenvielfalt, die weit über jagdbares Wild hinausgeht. Hier ist es sinnvoll, auch im Zusammenhang mit der anstehenden nächsten Förderperiode der EU Mittel bereitzustellen, die zur Extensivierung von bisher intensiv genutzten Flächen führt.

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