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Antrittsbesuch oder Krisengespräch?

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und LJV-Präsident Kurt A. Michael. Foto: R. Voß/ Staatskanzlei. © R. Voß/ Staatskanzlei

Laut LJV-Pressemitteilung habe Michael den "rauen Ton" zwischen dem zuständigen Umweltministerium und seinem Verband beklagt. Beispiel dafür: Ein Staatssekretär, der den Jägern ständig "Trophäenkult" unterstelle. Im Pressetext der Staatskanzlei ist davon nicht die Rede. Dort heißt es ganz allgemein, man habe sich über "aktuelle jagdpolitische Fragen" ausgetauscht. Explizit genannt wurde das Fütterungsverbot und die geplante "Neugestaltung der Förderung aus Mitteln der Jagdabgabe".
Der LJV sieht bei weiteren Einschränkungen der Handlungsfreiheit für Jägerinnen und Jäger deren "weitere Leistungsbereitschaft" in Gefahr. In der Mitteilung der Staatskanzlei findet sich in diesem Zusammenhang nur ein Satz über die Absicht der Ministerpräsidentin: "Sie werde den mit der Novellierung des Landesjagdgesetzes im Jahr 2010 eingeschlagenen Weg hin zu einer umwelt-, tier- und artenschutzgerechteren Jagd fortsetzen sowie die Verantwortung unserer Jägerinnen und Jäger stärken", heißt es dort.
Alles im Lot? Zumindest in einem Punkt gibt es offenbar eine gemeinsame Wahrnehmung: "Die Landesregierung erkenne die Leistungen der Jägerinnen und Jäger im Land ausdrücklich an", dieser Satz findet sich in beiden Texten.
Na wunderbar, dann ist ja alles geklärt. An wichtigen Fragen lassen die beiden Verlautbarungen wohl nur noch diese offen: Was war in dem Paket, das die Frau Ministerpräsidentin unter dem Arm hält und – hat sie ihr grünes Jäckchen extra für den LJV-Präsidenten angezogen?
JMB