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Nach Anschlägen auf Jagdeinrichtung: Staatsschutz ermittelt

Die Betonrohrfalle wurde fachmännisch unbrauchbar gemacht und zerstört.


Die Anschläge auf jagdliche Einrichtungen im Emsland (Niedersachsen) werden nicht weniger. Nachdem Anfang Februar mehrere Hochsitze zerstört sowie beschmiert wurden und dabei ein Sachschaden im fünfstelligen Bereich entstand, zerstörten Jagdgegner nun eine Betonrohrfalle. Ob die Tierrechtsgruppe "Animal Liberation Front" etwas damit zu tun hat, ist bislang unklar. 

Die gut versteckte und verblendete Falle wurde fachmännisch beschädigt. Der elektronische Fallenmelder wurde vom Strom genommen. Der Revierpächter, Hans Beckering, erzählt gegenüber der Redaktion: „Da waren Profis am Werk. Das war eindeutig eine vorsätzliche Zerstörung und geplant.“ Das Revier hätte laut seinen Angaben viel unwegsames Gelände. Beckering sei jeden Tag im Revier und habe nicht bemerkt, dass er womöglich ausgekundschaftet wurde.

Staatsschutz ermittelt

Abgeordnete der FDP hatten eine kleine Anfrage mit dem Thema „Was unternimmt die Landesregierung gegen militante Tierschützer?“ an die niedersächsiche Landesregierung gestellt. In der Antwort gibt die Landesregierung an, dass es im Jahr 2018 in Niedersachsen 25 politisch motivierte Straftaten mit Tierschutzbezug gab. Dazu werden auch Anschläge auf Jagdeinrichtungen gezählt.

Weiterhin geht aus der Antwort hervor, dass eine Ermittlungsgruppe in Kooperation mit dem Staatschutz eingerichtet wurde, um die Vorfälle im Emsland aufzuklären. Bislang gibt es laut Polizei allerdings keine neuen Erkenntnisse. Straftaten, die durch militante Tierschützer verursacht wurden, zählen per Definition zu „politisch motivierter Kriminalität". 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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