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Aus Angst erschlagen

Im vergangenen Jahr konnte dieser Auerhahn während der Balz noch bestaunt werden. Foto: Dietmar Steiner


Nach eigenen Angaben fürchtete sich der Urlauber vor dem angreifenden Tier. Infolge von einigen Stockhieben blieb der Hahn erschöpft auf dem Boden liegen, woraufhin der Mann ihn aus Angst vor einem erneuten Angriff mit mehreren Holzscheiten und einem großen Stein beschwerte. Danach verließ er den Balzplatz und teilte das Erlebte einem Rohrbacher mit. Der Einheimische fand an beschriebener Stelle den mittlerweile toten Hahn. Er verständigte zunächst den Revierleiter und erstattete dann Anzeige wegen Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz.
Aufmerksam machte uns auf diesen Vorfall der Jäger Dietmar Steiner, der regelmäßig die Balz dieses Hahnes mit der Kamera dokumentierte. "Es war wunderschön anzusehen, wenn der Auerhahn in seinem Revier seinen Anspruch geltend gemacht hat", so Steiner. Auch der Geschäftsführer des Naturparks Thüringer Wald, Florian Meusel, ist über den Verlust eines der letzten Tiere betrübt: "Die Population ist sehr klein und räumlich stark begrenzt. Es sind nur noch zehn bis zwölf Exemplare da." Weiter teilte Meusel in einem Gespräch mit, dass die Tiere aus russischen Zuchtbetrieben stammen und daher nur wenig Scheu gegenüber Menschen zeigen würden. BS