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Angefahren und mitgenommen

Ein Autofahrer nahm nach einem Wildunfall einen angefahrenen Rehbock im Auto mit. Foto: Polizei © Polizei

Was zunächst wie ein Routineeinsatz aussah, entwickelte sich zu einem Spezialfall. Am Abend des 1. August 2012 meldete ein 67-jähriger Fahrzeugführer bei der Polizei Peine einen Wildunfall. Er habe auf der Kreisstraße 31 bei Handorf (Kreis Lüneburg, Niedersachsen) ein Reh angefahren. Bis hierher noch gewöhnliches Tagesgeschäft für die Ordnungshüter.
Doch dann fragten die Beamten, wo sich das angefahrene Tier befinden würde. Daraufhin teilte der Mann mit, dass der Bock in seinem Auto auf der Rückbank ist und noch lebt. Das Tier sei nach dem Zusammenprall in einem Schockzustand auf der Straße stehen geblieben und hätte aus dem Äser geschweißt. Da aber in seinem Renault Kangoo genug Platz wäre, habe er ihn mitgenommen und umgehend zur nächsten Polizeidienststelle gefahren. Dort angelangt bewegte sich das "Unfallopfer" wieder ziemlich munter im Auto, wie die Polizei mitteilte. Da die Verletzungen nur oberflächig gewesen sein sollen, haben die Beamten nach Rücksprache mit einem Tierarzt sowie unter der Aufsicht des zuständigen Jagdausübungsberechtigten den Bock wieder in seine Freiheit entlassen.
BS