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Angefahren und liegen gelassen

Der verletzte Kopov-Rüde "Nick". Foto: Sarah Olitzsch © Sarah Olitzsch

Es ist die Horrorvorstellung für jeden Hundeführer: Der eigene Vierbeiner läuft bei seiner Arbeit über eine Straße und stößt mit einem Fahrzeug zusammen. So ist es einem Jäger am vergangenen Samstag in der Altmark (Sachsen-Anhalt) ergangen. Jägerin Sarah Olitzsch war als Ersthelferin dabei und berichtet gegenüber jagderleben von dem unglaublichen Verhalten des Verkehrsteilnehmers. Nachdem der Mann mit dem Kopov-Rüden kollidiert war, stieg er aus, montierte die Nummernschilder ab und setzte seine Fahrt fort. Schwerverletzt ließ er das Unfallopfer zurück. Ein hinzugerufener Tierarzt kümmerte sich vor Ort um die offenen Wunden. Später wurde der Hund in einer Klinik in Oschersleben weitere fünf Stunden versorgt. Dem schnellen Handeln der Veterinäre sowie einer gehörigen Portion Glück ist es zu verdanken, dass "Nick" danach wieder mit nach Hause durfte. Völlig verständislos schrieb die Hundeführerin einen Tag nach dem Vorfall im sozialen Netz: "An den Mann, der gestern Mittag den Jagdhund auf der B189 zwischen Dolle und Colbitz angefahren, liegen gelassen und somit Fahrerflucht begangen hat (...). Unfälle passieren. Aber du hättest wenigstens die Polizei oder den Besitzer anrufen können", so der Wortlaut auf ihrer Facebook-Seite.
BS