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In Altötting blieb alles beim Alten

BJV-Präsidum 2014: Die Amtsinhaber wurden bestätigt, zwei frei gewordene Positionen neu besetzt. Foto: JMB


Mit 511 Ja-Stimmen bei 107 Gegenstimmen hat die bayerische Jägerschaft ihren Präsidenten Prof. Dr. Jürgen Vocke zum sechsten Mal an die Spitze des BJV gewählt. Die bisherigen Vizepräsidenten Enno Piening (Unterfranken), Dr. Günther Baumer (Oberpfalz) und Moritz Fürst zu Oettingen-Wallerstein (Schwaben) konnten ihre Ämter gegen die Mitkandidatur von Jürgen Weißmann (Mittelfranken) verteidigen. Um den Posten des Landesschatzmeisters bewarb sich neben dem Amtsinhaber Dr. Wolfgang Schiefer auch Monika Schwarzenbeck, die einen Achtungserfolg erzielte, sich jedoch nicht durchsetzen konnte.
Um die drei Beisitzerposten bewarben sich eine Kandidatin und vier Mitbewerber. Alfred Jobst wurde dabei in seinem Amt bestätigt. Erstmals den Sprung ins Präsidium schafften die ehemalige bayerische Jagdkönigin Susanne Schmid und Andreas Ruepp, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Memmingen im BJV.
Zum Präsidium gehören Kraft ihres Amtes auch alle übrigen Vorsitzenden der BJV-Regierungsbezirksgruppen, die nicht als Vizepräsidentenen fungieren.

Die Präsidiums-Abstimmung im Detail


BJV Präsidium 2014


Funktion

Name

Ergebnis



Präsident :
Prof. Dr. Jürgen Vocke

511 Ja-Stimmen bei 107 Nein-Stimmen
Vizepräsident:
Enno Piening
539 Stimmen


Dr. Günther Baumer
534 Stimmen


Moritz Fürst zu Oettingen-Wallerstein
432 Stimmen

Landesschatzmeister:
Dr. Wolfgang Schiefer

335 Stimmen bei 282 Stimmen für die Gegenkandidatin

Landesbeiräte:
Susanne Schmid
461


Andreas Ruepp
371

Alfred Jobst
367

Übrige Bezirksvorsitzende:

Thomas Schreder

qua Amt


Richard Hoffmann
qua Amt


Jürgen Weißmann

qua Amt


Prof. Dr. Hartmut Wunderatsch

qua Amt


Wenig Aufbruchstimmung

Wiedergewählt: BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke. Foto: JMB


Vorangegangen war der Abstimmung ein – wie beim BJV üblich – umfangreicher Arbeitsteil und ein ausführlicher Rechenschaftsbericht des Präsidenten vor der Landesversammlung. Vockes Rede war dabei nicht kämpferisch im eigentlichen Sinne, wie man es vor einer Neuwahl des Präsidenten erwarten durfte. Vielmehr kam es ihm darauf an, die Entwicklung der vergangenen vier Jahre für sich selbst und damit für ihn sprechen zu lassen ohne dabei rechthaberisch zu wirken.
Im Zentrum stand dabei der erfolgte Austritt aus dem Deutschen Jagdverband. Bestätigt sieht sich Vocke in seiner Grundthese, dass die Musik beim Jagdrecht auf der Länderebene spielt und der DJV dabei den Landesverbänden keine große Hilfe sei. Die jüngsten Diskussionen ums Jagdgesetz in Baden-Württemberg, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen hätten die schlimmsten Befürchtungen noch übertroffen.
Eine Mehrheit der Delegierten kam wohl zu dem Schluss: Der Mann hat recht! Weswegen sie sich zu seiner Wiederwahl entschlossen, ohne dass damit großartige Erwartungen an die Zukunft geknüpft werden dürften. Denn hier hatte Vocke lediglich ein sehr allgemein gehaltenes 10-Punkte-Programm zum "Erhalt der Freude an der Jagd" präsentiert. Eine Sofortmaßnahme zur Hebung der Stimmung im Verband hatte der alte und jetzt auch wieder neue Präsident allerdings parat: "Auch mal stolz sein auf den Verband, nicht nur miesepeterig!"
Das Rezept wirkte offenbar. Und zwar so gut, dass ursprünglich gestellte Anträge zu so heiklen Themen wie "mehr Transparenz" oder "Deckelung der Personalkosten " gleich gar nicht mehr zur Abstimmung gelangten, sondern auf die bloße Zusicherung des Präsidiums hin, sich darum zu kümmern, "beerdigt" wurden.
JMB


Einen Filmbeitrag vom Landesjägertag finden Sie hier.