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Alpen: Schutzwaldsanierung oder Biotopschutz

Wildverbiss kann laut Deutscher Wildtierstiftung förderlich für einige Biotope sein (Symbolbild). © Erich Marek

In dem bereits seit mehreren Jahren schwelenden Konflikt zwischen Jägern und Forstwirtschaft um die Schutzwaldsanierungsgebiete in den bayerischen Alpen hat sich nun die Deutsche Wildtierstiftung positioniert. Man fordert eine kritische Prüfung der Gebiete, in denen die Schonzeit für Gams, Rot- und Rehwild aufgehoben wurde. Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF), die einen Großteil der bayerischen Schutzwaldflächen bewirtschaften, erlegten demnach jede fünfte Gams auf diesen Flächen. Die Gebiete wurden ausgewiesen, um die kleinflächige Schutzwaldsanierung zu unterstützen.

Wildverbiss teilweise nützlich

Der Schutzwald dient der Verhinderung von Lawinen und Hochwassern. In einigen Bereichen würden sich jedoch die Ziele der Schutzwaldsanierung mit den Zielen des Biotopschutz, des Tourismus der Waldweide oder des Tierschutzes widersprechen, so die Wildtierstiftung auf ihrer Homepage weiter. Teilweise sei der Wildverbiss sogar nützlich, um die Vegetation niedrig zu halten und Biotopflächen mit Licht zu versorgen. Die Wildtierstiftung hat dafür einige Beispiele veröffentlicht, bei denen man die Schonzeitaufhebung kritisch sieht. PM/SBA

 

Die Beispielfälle der Deutschen Wildtierstiftung finden Sie hier.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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