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Und alle kamen!

Dr. Dieter Bartsch
am
Mittwoch, 05.04.2017 - 15:20
Dirk Schulte-Frohlinde freut sich über den Ehren-Hirschfänger, den DJV-Präsident Hartwig Fischer (re.) erstmalig in der Geschichte des DJV einem „Hauptamtlichen“ überreicht hat.
Dirk Schulte-Frohlinde freut sich über den Ehren-Hirschfänger, den DJV-Präsident Hartwig Fischer (re.) erstmalig in der Geschichte des DJV einem „Hauptamtlichen“ überreicht hat.

Es war ein „großer Bahnhof“, der sich im Kaisersaal des Jagdschlosses Springe eingefunden hatte, um Dirk Schulte-Frohlinde aus seinem aktiven Dienst als Geschäftsführer der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) zu verabschieden. An dieser historischen Stelle hatte es seinerzeit die erste Berührung zwischen der Landesjägerschaft und dem jungen Juristen aus dem benachbarten Westfalen gegeben. Am 1. Oktober 1985 nahm er seine Arbeit in der LJN-Geschäftsstelle auf und wurde am 1. April 1987 mit der Geschäftsführung beauftragt. In den vergangenen 30 Jahren hat er die Jagd in Niedersachsen wesentlich mitgeprägt – mal seinem Naturell entsprechend polternd, mal überraschend leise und diplomatisch, aber jedes Mal beharrlich.

Unter den Gästen, die nun zu seiner Verabschiedung gekommen waren und von den „Hannöverschen Jagdhornbläsern“ unter Leitung von Sigrid Fischer begrüßt wurden, waren die Jagdreferenten des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, mit denen er während seiner Amtszeit zu tun hatte, Vertreter einer Reihe befreundeter Verbände und Organisationen sowie natürlich frühere und derzeitige Funktionsträger der Landesjägerschaft. Einleitend erinnerte LJN-Präsident Helmut Dammann-Tamke an markante Ereignisse während des 30-jährigen Wirkens von Schulte-Frohlinde, der fünf Präsidenten „unter, mit und neben sich“ erlebt habe. Für ihn persönlich sei in seinen Anfängen als neuer Präsident die Symbiose mit dem erfahrenen Geschäftsführer sehr förderlich gewesen. Schulte-Frohlinde könne zu Recht stolz sein, denn nicht zuletzt seinem Einsatz sei es mit zu verdanken, dass die Landesjägerschaft heute so stark und geschlossen dastehe, was von Außenstehenden durchaus mit Anerkennung, aber auch mit Neid gesehen werde.

Der Präsident des Deutschen Jagdverbandes, Hartwig Fischer, bezeichnete Schulte-Frohlinde als „Institution der Jagd in Niedersachsen“ und hob seine maßgebliche Beteiligung am Zustandekommen des Bundesverbandes Schießstätten (BVS) und des Forums Waffenrecht hervor. Seine Devise sei immer gewesen, „auf die Politik vorbereitet zu sein“. Fischer überreichte dem scheidenden Geschäftsführer als Dank den DJV-Ehrenhirschfänger, der damit erstmals in der DJV-Geschichte an einen Hauptamtlichen ging.

Werner Horstkötter, Präsident des Jagdgebrauchshundeverbandes (JGHV), charakterisierte Schulte-Frohlinde als „jemanden, der immer das politisch Mögliche im Auge behalten habe“. Mit seiner Beharrlichkeit habe er allen Anfeindungen zum Trotz wesentlich dazu beigetragen, dass heute in Niedersachsen die Arbeit hinter der nach der Müller-Methode flugunfähig gemachten lebenden Ente nach wie vor erlaubt sei.

In einem bewegten Schlusswort ließ Schulte-Frohlinde Personen und Ereignisse Revue passieren. Er appellierte an Grundbesitzer und Jäger, auch in schwierigen Zeiten fest zusammenzustehen, sonst sei es um die Zukunft der Jagd schlecht bestellt. NJ

Der Nachfolger

Stephan Johanshon, neuer LJN-Geschäftsführer.

Seit dem 1. April ist der bisherige stellvertretende Geschäftsführer Stephan Johanshon neuer Geschäftsführer der Landesjägerschaft Niedersachsen. Stephan Johanshon, Assessor des Forstdienstes, ist seit dem Jahr 2003 für die Landesjägerschaft Niedersachen tätig und war bisher u. a. zuständig für die Fachbereiche Naturschutz, Wildtiermanagement, Jagdhundewesen und Falknerei. LJN