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Aktionismus erreichtneues Ausmaß

Die Umwelt-Aktivisten am Donnerstag in München bei der Übergabe der Douglasien an Minister Brunner. Foto: Bente Stachowske/Greenpeace © Bente Stachowske/Greenpeace

Seit einiger Zeit zeigt die Umwelt-Organisation Greenpeace vermeintliche Missstände in der Bewirtschaftung des bayerischen Spessarts auf (jagderleben.de berichtete hier). Zum Wochenbeginn sorgten die Aktivisten im „Kampf“ um den Erhalt der angeblich bedrohten Spessart-Wälder für neue Schlagzeilen: Vergangenen Dienstag wurden rund 2000 gepflanzte Douglasien „sichergestellt“ und durch Buchen ersetzt, verkündet die Organisation in einer offiziellen Pressemitteilung. Die „beschlagnahmten“ Nadelbäume wurden gestern (Donnerstag, den 12. April 2012) dem bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in München im Zuge einer Demonstration übergeben. Auch, so Greenpeace, habe man gegen die Douglasien-Wirtschaft Beschwerde bei der Europäischen Union eingereicht.
Auf Anfrage der Redaktion teilte Philipp Bahnmüller, Pressesprecher der Bayerischen Staatsforsten, mit, dass „man nach sorgsamer Prüfung des Sachverhalts alle möglichen Rechtsmittel ausschöpfen werde und den Vorfall anzeigen wird“. Der Präsident der bayerischen Waldbesitzerverbände, Josef Spann, beschreibt die von den „Waldrettern“ organisierte „Ausreißaktion“ so: „Das ist nicht nur Sachbeschädigung, sondern Selbstjustiz. Wer mit solchen Methoden arbeitet, ist für mich kein Naturschützer, sondern ein Ökoterrorist.“

BS