Home News Airline verweigert Trophäentransport

Airline verweigert Trophäentransport

In diesen Flugzeugen wird vorerst keine Löwen-Trophäe die afrikanische Grenze passieren. Foto: SAA © SAA

Wie South African Airways (SAA) mitteilt, gelte das Verbot für Nashörner, Elefanten, Löwen und Tiger. Eigentlich zielt diese Beschränkung darauf ab, den Schmuggel und damit die Wilderei in Afrika zu verhindern. Unumgänglich sind dennoch Auslandsjäger betroffen, die legal ihre Abschüsse erworben haben.
Erst im April wurde eine Sendung der SAA nach Australien konfisziert und brachte die Fluggesellschaft in Erklärungsnot. Beim Zwischenstopp in Kuala Lumpur beschlagnahmte der Zoll mehrere Elefantenstoßzähne, die zwischen Maschinenersatzteilen versteckt waren. „Wir mussten schnell handeln, um das Problem in den Griff zu bekommen“, erklärt der SAA-Sprecher Tlali Tlali, deshalb dieses Verbot. Man werde daran so lange festhalten, bis strengere Kontrollmaßnahmen vor Ort greifen.
Auch der Namibische Verband der Berufsjäger und Jagdführer (NAPHA) unterstützt das Transportverbot. NAPHA-Präsident Kai-Uwe Denker erklärte gegenüber der AZ-Namibia, dass es nun Aufgabe aller Interessenträger sei, Maßnahmen, Kontrollen und Regulationen anzuwenden, um einen solchen Missbrauch zu verhindern. Neben dem Schmuggel von Elfenbein, Nasenhörner von Rhinozerossen sprach er sich insbesondere gegen Gatterjagden aus und appellierte abschließend diese zu meiden.
Übrigens: Im März beschlagnahmte die Wildschutzbehörde in Uganda mehr als 500 Kilogramm Elfenbein, das von Entebbe nach Singapur verschifft werden sollten. Ende April gelang dem thailändischen Zoll sogar die Sicherstellung von mehr als 500 Elefantenstoßzähnen. Der Schwarzmarktwert wird auf rund 6,5 Millionen Euro beziffert. Die Stoßzähne waren in Kisten mit Teeblättern versteckt und kamen aus Kenia.
GGvH/JD/PM/MH