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Aggressives Wildschwein war nicht angeschossen

Das Wildschwein, das am 17. Januar 2010 mehrere Menschen im Grunewald attackierte bevor es durch einen Stadtjäger erlegt wurde, hatte keine alte Schussverletzung (jagderleben.de berichtete hier).
Wie die durch die Berliner Forsten veranlasste Untersuchung des Tieres im Landeslabor Berlin-Brandenburg ergab, rührte die vorhandene Verletzung wahrscheinlich von einem Rivalenkampf unter Wildschweinen her. Ursache des außergewöhnlich aggressiven Verhaltens des Keilers dürften aber andere Befunde gewesen sein: Neben einer Nierenkolik verursachte vor allem ein entzündeter Knoten im Gehirn des Tieres erhebliche Leiden. Diese Umstände und die Erkrankungen des Wildschweins machen den Vorfall zu einem Einzelfall.
Ausflüge in den Grunewald und in die anderen Berliner Waldgebiete seien weiterhin bedenkenlos möglich, schreiben die Landesforsten in einer Pressemitteilung. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass wegen der winterlichen Witterung die Wege dabei nicht verlassen und Hunde unbedingt an der Leine geführt werden sollten, um die Wildtiere nicht unnötig zu beunruhigen und zu Kräfte zehrenden Fluchten zu zwingen. Bei Begegnungen mit Wildtieren gelte immer: Abstand halten und nicht füttern! RJE