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Afrikanische Schweinepest jetzt bei Warschau

Die Gefahr eines Ausbruchs der ASP in Deutschland steigt stetig (Symbolbild).


Nördlich von Warschau wurden zwei Wildschweine mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) verendet aufgefunden. Dies bestätigte das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) auf Anfrage gegenüber der Redaktion. Ursprünglich hatten polnische Medien darüber berichtet. Die beiden Stücke wurden fast 100 Kilometer entfernt vom nächstgelegenen Ausbruchsort der Krankheit im Osten Polens gefunden. Bereits gestern wurde gegen 14 Uhr ein Krisenstab zur Sondierung der Lage eingerichtet, wie es in übereinstimmenden Medienberichteten heißt.

Die Karte zeigt das aktuelle Ausbreitungsgebiet der ASP in Europa (Stand: 21.11.2017, 9:15 Uhr). © Friedrich-Loeffler-Institut

Die Karte zeigt das aktuelle Ausbreitungsgebiet der ASP in Europa (Stand: 21.11.2017, 9:15 Uhr).

Ausbruch der ASP in Deutschland droht

Es kann davon ausgegangen werden, dass die Ausbreitung der Krankheit von Warschau in Richtung Deutschland deutlich schneller voranschreiten wird, als es bisher der Fall war. Denn durch die gute Verkehrsanbindung über die polnische Autobahn A2, welche sich an die deutsche Bundesautobahn A12 anschließt, besteht eine direkte Verbindung nach Berlin. Dies ist neben einer beliebten Reiseroute auch eine stark frequentierte Strecke für den Fernverkehr. Da schon ein Stück weggeworfene Wurst, welche den für Menschen ungefährlichen Erreger trägt, zum Ausbruch der Krankheit führen kann, ist äußerste Vorsicht geboten.



Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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