+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 1.728 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 29.7.2021) +++
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Afrikanische Schweinepest: Über 500 Fälle in Deutschland

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Kathrin Führes
am
Mittwoch, 13.01.2021 - 15:15
Wildschweine-im-Winter © taviphoto - stock.adobe.com
Die Zahl infizierter Wildschweine steigt in Deutschland kontiniuierlich an.

Am 9. September brach eine Nachricht über Deutschland ein, vor der sich viele gefürchtet hatten: Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest. Seitdem ist in Brandenburg und Sachsen vieles nicht mehr so, wie es einmal war. Restriktionszonen, Verbote und die ständige Angst vor einer weiteren Ausbreitung bestimmen seither die Jagd. Seit September steigt die Zahl der mit ASP-infizierten Schwarzkittel stetig an. Bis heute wurden 505 Fälle in Deutschland gemeldet.

Kein Ende in Sicht

Die meisten Fälle gibt es in Brandenburg. Dort wurden bislang 488 Wildschweine positiv getestet. In Sachsen sind es 17 positive Schwarzkittel – bislang alle im Landkreis Görlitz. Steigen die Zahlen auch in naher Zukunft weiterhin so stark an? Gegenüber der Redaktion gab Elke Reinking, Pressesprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts an, dass die Zahl der Probeeinsendungen nach wie vor auf einem hohen Niveau sei. „Ein Abklingen der Untersuchungen und Fallzahlen ist derzeit nicht in Sicht“, so die Sprecherin.

Fall Potsdam: Das erste Mal unterschiedliche Ergebnisse

Auch die Angst vor einer weiteren, großräumigen Ausbreitung der gefährlichen Pest nimmt nicht ab. Vor einigen Tagen lies die Meldung, dass es einen Verdachtsfall in Potsdam gebe, die Verantwortlichen aufschrecken. Das Landeslabor hatte den Kadaver eines Wildschweins positiv auf die Afrikanische Schweinpest getestet. Erst das nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut – konnte kurz darauf Entwarnung geben. Der Verdachtsfall in Potsdam ist der erste Fall, welcher seitens des FLI nicht bestätigt wurde. Doch wie kommt es zu den unterschiedlichen Testergebnissen? Elke Reinking sagt dazu: „Abweichende Ergebnisse von Landeslaboren und nationalen Referenzlaboren treten äußerst selten auf, können prinzipiell aber in jedem Labor einmal vorkommen. Zu berücksichtigen sind das derzeitig hohe Probenaufkommen, die hohe Viruslast, die hohe Stabilität der viralen DNA und die hohe Empfindlichkeit der verwendeten Testsysteme. Kleinste Kontaminationen können so zu schwachen, falsch positiven Ergebnissen führen. Da sich die Labore dieser Problematik bewusst sind, treten Probleme trotzdem sehr selten auf.“


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