+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 193 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 1.12.2020) +++
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Afrikanische Schweinepest: Über 100 Fälle in Deutschland

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Kathrin Führes
am
Mittwoch, 28.10.2020 - 16:56
Afrikanische-Schweinepest-Schild © gabort - stock.adobe.com
Mittlerweile gibt es mehr als 100 ASP-Fälle in Deutschland.

Nachdem am 10. September 2020 der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland amtlich festgestellt worden war, gibt es mittlerweile, 48 Tage danach, 103 ASP-Fälle in der Bundesrepublik. Der Hauptschwerpunkt liegt dabei mit 83 bestätigten ASP-Fällen im Landkreis Oder-Spree. Im Landkreis Spree-Neiße wurden bislang 13 und im Landkreis Märkisch-Oderland 7 infizierte Schwarzkittel nachgewiesen.

Eine epidemiologische Untersuchung von vier Skeletten in Oder-Spree hatte einen Seucheeinschleppungszeitpunkt in der ersten Juli-Hälfte ergeben. Eine solche Untersuchung sei für das zweite Kerngebiet, im Landkreis Märkisch-Oderland, derzeit noch im Gange, so das Ministerium.

Masterplan zur Tilgung der Tierseuche wird erarbeitet

Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher sagt in einer Pressemitteilung: „Uns ist es damit bisher erfolgreich gelungen, die Tierseuche auf ein begrenztes Gebiet nahe der polnischen Grenze einzugrenzen.“ Für eine Entwarnung sei es jedoch noch zu früh. Die Einzäunung der „Weißen Zone“ würde gut vorankommen. Nach Fertigstellung der Zäune wolle man dann mit „der Entnahme der Wildschweinpopulation aus der Weißen Zone“ beginnen.

Parallel werde derzeit an einem "Masterplan mit Maßnahmen zur Tilgung der Tierseuche" gearbeitet. Dieser Plan muss, nach der EU-Richtlinie 2002/60/EG, innerhalb von 90 Tagen nach dem ersten bestätigten ASP-Fall der Europäischen Kommission vorgelegt werden. In dem Plan müssen die langfristigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Tierseuche in dem ausgewiesenen gefährdeten Gebiet und einer sich daran anschließenden Pufferzone enthalten sein, so das Verbraucherschutzministerium.


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