+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 91 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 23.10.2020) +++
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Afrikanische Schweinepest: Totalabschuss von Wildschweinen

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Samstag, 26.09.2020 - 09:15
Rotte Wildschweine © Erich Marek
In der "weißen Zone" soll sämtliches Schwarzwild erlegt werden.

Die Zahl positiver ASP-Fälle steigt weiter. Mittlerweile wurde bei 34 Wildschweinen das gefährliche Virus bestätigt. Alle Fälle würden demnach im bekannten Gebiet liegen. Dennoch wächst in anderen Landkreisen und Bundesländern die Angst vor einer weiteren Ausbreitung.

Um effektiv gegen die Afrikanische Schweinepest vorgehen zu können, will der brandenburgische Landwirtschaftsminister Axel Vogel (Grüne) alle Wildschweine in einer "weißen Zone" töten lassen. Dies teilte er gestern nach einem Treffen der Landwirtschaftsminister der Bundesländer im Saarland mit. Das Vorhaben geht auf einen Vorschlag von EU-Veterinären zurück.

Errichtung eines wildschweindichten Zauns

Die "weiße Zone" soll laut "dpa" in einem Umkreis von fünf Kilometern um die bereits bestehende Kernzone ausgewiesen werden. Mit festen,"wildschweindichten" Zäunen soll die "weiße Zone" umfasst werden, damit ein Totalabschuss ermöglicht werden kann.

Der derzeitige Zaun um die Kernzone war zuletzt in Kritik geraten. So hatte der Präsident des Landesjagdverbands Brandenburg darauf hingewiesen, dass Teile des Zaunes keinen Strom führen würden.

Auch Till Backhaus, Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, betonte bei der Agarministerkonferenz die Wichtigkeit der Jagd bei der ASP-Bekämpfung. "Wir müssen zu einem ganz erheblichen Abschuss von Wildschweinen in Deutschland kommen", wird Backhaus zitiert.

Märkisch-Oderland will keinen festen Zaun bauen

Mit Hochdruck soll an der Grenze zu Polen ein fester Zaun gebaut werden, um eine weitere Ausbreitung der ASP nach Deutschland zu verhindern. Doch nicht alle Landkreise sehen dafür eine Notwendigkeit. Wie "rbb" berichtet, sieht der Kreis Märkisch-Oderland weiterhin keine Notwendigkeit einen festen Zaun zu errichten. "Hohe Kosten" und ein "zweifelhafter Nutzen" würden dem Zaun widersprechen. Man wolle durch den Zaunbau nicht die Deichanlagen zerstören."Es wird früher oder später auch wieder Hochwasser geben und da möchte ich nicht in Erklärungsnot kommen, warum wir die Deichkrone zerstört haben", zitiert "rbb" Vizelandrat Friedemann Hanke.


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