+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 3.916 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 24.5.2022) +++
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Afrikanische Schweinepest: Schlachtabfälle im Wald entsorgt

Phil Kahrs © Phil Kahrs
Phil Kahrs
am
Dienstag, 03.05.2022 - 09:10
ASP-Schild-Sperrbezirk © ©Heiko Küverling - stock.adobe.com

Am Stadtrand von Breisach, Baden-Württemberg, zwischen dem Waldschwimmbad und dem Europaweiher, haben Unbekannte illegal Schlachtabfälle entsorgt. Das berichtet die „Badische Zeitung“. Der Hegeringleiter des Hegeringes Kaiserstuhl ist darüber entsetzt. „Die ‚wilde‘ Entsorgung im Wald stellt angesichts der Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest eine neue Stufe der Dreistigkeit dar“, erklärte Dr. Martin Kalchthaler gegenüber der Redaktion. Die Tat würde aufgrund der grassierenden Afrikanischen Schweinepest die Bestände von Wild- und Hausschweinen bedrohen. Dadurch sei auch indirekt die Existenz der Schweinehalter und Bauern in Gefahr.

Afrikanische Schweinepest kann durch weggeworfene Lebensmittel verbreitet werden

Die ASP wird direkt von Tier zu Tier oder über Überreste infizierter Tiere übertragen. Selbst in verarbeiteten Lebensmitteln wie Wurst kann das Virus bestehen und zu Infektionen führen, wenn diese Lebensmittel von anderen Schweinen aufgenommen werden. Eine Verbreitung der ASP stellt durch unachtsam weggeworfene Lebensmittel oder Schlachtabfälle ein großes Risiko dar, da diese über weite Strecken hinweg verbracht werden können. Dadurch kann das natürliche Verbreitungsgebiet der ASP, bei einer Übertragung von Tier zu Tier, durch die künstliche Verbringung infektiöser Überreste stark vergrößert werden. Seit langem stehen deshalb Warnschilder, beispielsweise an Raststätten, die vor dem unachtsamen Wegwerfen von Produkten vom Schwein warnen.


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