+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 2.457 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 22.10.2021) +++
Home News Afrikanische Schweinepest: Positiver Fund in neuem Landkreis

Afrikanische Schweinepest: Positiver Fund in neuem Landkreis

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Freitag, 05.03.2021 - 13:02
Wildschwein-Wiese-Tot © cynoclub - stock.adobe.com
Untersuchungen ergaben, dass das Wildschwein an ASP erkrankt war.

Wie das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg gestern bekannt gab, wurde ein weiterer Wildschweinkadaver positiv auf das Virus der Afrikanischen Schweinepest getestet. Das verendete Stück Schwarzwild lag im Bereich der nördlichen Oderwiesen der Stadt Frankfurt/ Oder (Brandenburg). Laut Ministerium hat man alle notwendigen Maßnahmen umgehend eingeleitet sowie einen Krisenstabe errichtet. Durch den Fund im stadtnahen Gebiet, ist in Brandenburg nun der fünfte Landkreis von ASP betroffen.

„Zunächst bin ich froh, dass ganz offensichtlich der Schutzzaun wirkt, denn das Tier wurde vor dem Zaun zur Oderseite hin gefunden. Der neue Fund zeigt aber auch, wie stark der Seuchendruck aus Polen weiterhin ist. Oberstes Ziel ist es, festzustellen, ob das Seuchengeschehen auf die Region östlich der Wildschweinbarriere begrenzt ist“, äußert sich Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher dazu. Um eine mögliche Verbreitung in Richtung Westen auszuschließen, werde dort großflächig nach Kadavern gesucht. Ortsansässige Jäger, Menschenketten sowie Fallwildsuchhunde, Drohnen und Polizeihubschrauber sollen zum Einsatz kommen.

Mit dem neuen Fund steigt die Gesamtzahl der an ASP-infizierten Wildschwein auf 778 (Stand: 5. März 2021). Wovon 719 Funde auf Brandenburg entfallen sowie 59 auf das benachbarte Sachsen. Bislang wurde kein Nachweis bei Hausschweinen festgestellt.


Kommentieren Sie