+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 197 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 2.12.2020) +++
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Afrikanische Schweinepest: Polen stärkt Rechte von Jägern

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Kathrin Führes
am
Mittwoch, 25.03.2020 - 17:05
Wildschweinepest-Warnschild © Alexander - stock.adobe.com
Die Behörden haben im Ereignisfall verschiedene Anordnungsmöglichkeiten.

Im westpolnischen Nowosolski, rund 78 km von der deutsch-polnischen Grenze entfernt, ist in einem Hausschweine-Bestand die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen. Dies meldet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). In dem Schweinezuchtbetrieb wurden vorsorglich alle Tiere getötet. Wie agrarheute berichtet, soll es sich dabei um mehr als 23.000 Hausschweine handeln. Das Gebiet in der Woiwodschaft Lebus galt schon vorher als Restriktionsgebiet, da dort bereits bei Wildschweinen ASP nachgewiesen worden war.

Jäger erhalten "polizeiähnliche Rechte"

Wie der mdr.de berichtet, unterstützen „Profijäger“ aus Skandinavien die einheimischen Jäger bei der Dezimierung des Schwarzwildbestandes. Außerdem wurden die Rechte der polnischen Jäger gestärkt. Laut "mdr.de" sollen sie „polizeiähnliche Rechte“ im Revier erhalten haben.

Jagd kann in Deutschland im Seuchenfall verboten werden

Auch das BMEL erklärte in einer Pressemitteilung, welche Anordnungsmöglichkeiten die deutschen Behörden vor Ort im Ereignisfall besitzen: Neben der Einschränkung des Personen- und Fahrzeugverkehrs innerhalb bestimmter Gebiete, können sie auch ein bestimmtes Gebiet absperren sowie die Jagd beschränken oder verbieten. Außerdem können die Behörden Beschränkungen oder Verbote bei der Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen erlassen, die vermehrte Fallwildsuche anordnen und haben die Möglichkeit, gegebenenfalls Dritte zu beauftragen, wenn eine verstärkte Bejagung durch den Jagdausübungsberechtigten nicht oder nicht im erforderlichen Maße erfolgt.