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Afrikanische Schweinepest: Keine neuen ASP-Fälle mehr in Belgien

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Kathrin Führes
am
Freitag, 28.08.2020 - 11:42
Wildschwein-tot-auf-Feld © gabort - stock.adobe.com
Erst kürzlich an ASP-verendete Wildschweine wurden in Belgien schon länger nicht mehr gefunden.

Gute Nachrichten aus Belgien: Seit über einem Jahr gibt es in unserem Nachbarland keine akuten Nachweise der Afrikanischen Schweinepest. Das letzte Mal wurde am 11. August 2019 an einem „frischen“ Kadaver das Virus nachgewiesen, neuere Funde wurden seitdem nur an Kadavern von Wildschweinen gemacht, die schon mehrere Monaten zuvor verendet waren. Seit dem ersten Ausbruch im September 2018 konnten in Belgien von 5.328 getesteten Schwarzkitteln 833 Sauen positiv getestet werden.

Noch immer wird untersucht, wie die Afrikanische Schweinepest nach Belgien gelangen konnte. Da das nachgewiesene Virus laut genetischer Untersuchungen einen osteuropäischen Ursprung hat, geht man von einer menschlichen Einschleppung aus. In Belgien gab es seit Ausbruch nur Nachweise bei Wildschweinen, Hausschweine waren nicht betroffen. Belgien hat sich mittlerweile selbst als ASP-frei deklariert. Dies wurde von der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) aufgenommen. Um auch offiziell als ASP-frei zu gelten, kann ein Land den Status beantragen, wenn das Virus ein Jahr lang nicht nachgewiesen wurde. Belgien bereitet dies derzeit vor, die OIE sowie die Europäische Kommission müssen dem Antrag dann noch zustimmen.

Ausbruchsschwerpunkte in Polen weiter östlich

Anders sieht die Lage in Polen aus: Bislang gab es in diesem Jahr schon mehr Ausbrüche in Hausschweinhaltungen als im gesamten Jahr 2019. Wie „agrarheute“ berichtet, sei die Zahl infizierter Wildschweine aber leicht gesunken. Bislang wurden 2020 rund 3.000 Schwarzkittel positiv getestet. War die ASP im März noch bedrohlich nah, bis auf 10 Kilometer, an die deutsche Grenze herangerückt, scheint sich der Ausbruchsschwerpunkt laut „dpa“ derzeit weiter östlich zu verlagern. Die beiden westlichsten Ausbruchspunkte lagen im August über 40 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.


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