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Afrikanische Schweinepest: Jäger in Sachsen bekommen mehr Geld

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Dienstag, 08.09.2020 - 10:31
Wildschwein-Wiese-Tot © Fotoschlick - stock.adobe.com
Jäger in Sachsen werden bei der Schwarzwildbejagung sowie im Umgang mit Fallwild stärker finanziell unterstützt.

Das Sozialministerium in Sachsen hat am 31. August bekanntgegeben, dass eine Informationskampagne zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gestartet wird. Im Rahmen dieser neuen Kampagne sollen Jäger für die Erlegung und Versorgung von Schwarzwild in grenznahen Regionen stärker finanziell unterstützt werden. Bislang erhielten Jäger in den Landkreisen Bautzen und Görlitz eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 10 Euro für die Probenentnahme zur virologischen Untersuchung auf ASP. Auch wurden die Kosten der Trichinienuntersuchung vom Ministierum übernommen.

Ministerium erweitert finanzielle Unterstützung

Die neue staatliche Anerkennung in Höhe von 50 Euro erhalten Jagdausübungsberechtigte für die Erlegung und Versorgung von Wildschweinen in Gemeinschafts- oder Eigenjagdbezirken, in denen gemäß Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen die Beprobung sowie die Entsorgung des Aufbruchs und der Schwarte angeordnet ist.

Des Weiteren bekommen Jäger 40 Euro für die Erlegung und Beprobung weiblichen Schwarzwilds in den von der Allgemeinverfügung der Landesdirektion betroffenen Jagdbezirken. Im gesamten Freistaat wird die Unterstützung der Veterinärämter im Bezug auf Kennzeichnung, Probenentnahme, Bergung und Beseitigung von Indikatortieren (Fallwild, Unfallwild, krank erlegt) durch Waidmänner mit einer Geldsumme von 30 Euro honoriert. Die 30 Euro, die man bisher für das Melden von Indikatortieren erhielt, werden weiterhin zusätzlich ausgezahlt.

Die Umsetzung dieser drei zusätzlichen Zahlungen befindet sich derzeit allerdings noch im Bearbeitungsprozess, so die Pressesprecherin des Ministierums.

30 Fanganlagen für ASP-Ausbruch

Eine weitere neue Maßnahme ist die Beschaffung von Baumaterial für 30 Schwarzwild-Fanganlagen. „Die Beschaffung des Materials ist für den Tierseuchenausbruch vorgesehen“, so das Ministerium. Die Anlagen werden im Fall eines ASP-Ausbruchs aufgestellt, um eine Tierseuchenbekämpfung zu unterstützen. Die genauen Standorte seien noch nicht festgelegt. Auch sind noch keine Personen bestimmt, die sich darum kümmern werden. Wie die Pressesprecherin angibt, wolle man für den Tierseuchenfall Jäger suchen, „die die Fanganlage fachgerecht betreuen und sich dazu im Vorfeld mit dieser Jagdmethode vertraut machen“. Interessierte Jäger werden gebeten sich beim Ministerium zu melden.


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