+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 1.338 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 18.6.2021) +++
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Afrikanische Schweinepest: Hoffnung durch Impfung?

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Kathrin Führes
am
Montag, 17.05.2021 - 09:21
Wildschwein-mit-Frischlingen © Budimir Jevtic - stock.adobe.com
Gibt es bald Hoffnung durch eine ASP-Impfung?

Forscher aus den Vereinigten Staaten haben Fortschritte bei der Entwicklung einer Impfung gegen die Afrikanische Schweinepest verkündet. Wie das Fachjournal „viruses“ berichtet, sei ein Impfstoff nun erfolgreich getestet worden. Dieser wird den Tieren über Maul- und Nasenschleimhäute verabreicht und gibt so Hoffnung, dass die Gabe von Impfstoffen über Köder an Wildschweine in Zukunft möglich sein könnte. Eine Entwicklung in Köderform gebe es allerdings noch nicht.

Der Einsatz sei in Deutschland an hohe Zulassungshürden gebunden

Gegenüber der Redaktion bewertet das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) die Entwicklung des Impfstoffes als „gute Nachricht“, sehe aber noch kein Signal für einen kurz- oder mittelfristigen Einsatz. Die Impfung gefährdeter Wildschweinpopulationen sei generell denkbar und könnte sich an „den erfolgreichen Kampagnen gegen die Klassische Schweinepest orientieren“, so das FLI. Jedoch würden nach Ansicht der Experten die notwendigen Studien zur Anpassung der Ködersystems noch weitere Zeit in Anspruch nehmen. Hinzu komme, dass es sich bei dem Impfstoff um einen genetisch verändertes Impfvirus handelt. Der Einsatz eines solchen Impfstoffes sei in Europa bzw. Deutschland an recht hohe Zulassungshürden gebunden. Daher sei mit dem Einsatz einer ASP-Impfung noch lange nicht zu rechnen und wird nach Ansicht des FLI auch noch mehrere Jahre auf sich warten lassen.


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