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Ärger wegen Gamsabschuss

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Dienstag, 06.11.2012 - 15:40
Zu Lebzeiten war die Gamsgeiß in der Region weithin bekannt und beliebt, wesswegen auch diese Aufnahme von ihr existiert. Foto: Peter Schild © Peter Schild
Zu Lebzeiten war die Gamsgeiß in der Region weithin bekannt und beliebt, wesswegen auch diese Aufnahme von ihr existiert. Foto: Peter Schild

Seine Waidkameraden sind deswegen sauer auf ihn. Laut Medienberichten habe unter den Jäger der Region (Brig im Oberwallis) eigentlich die Vereinbarung bestanden, das seit Jahren bestätigte auffällig gefärbte Stück zu schonen. Der „Tages-Anzeiger“ zitiert den lokalen Wildhüter Josef Theler dazu wiefolgt: „Ich habe an die Vernunft der Jäger appelliert“. Was er von dem Abschuss hält machte der Mann dem Bericht zufolge ebenfalls deutlich: „Ich habe überhaupt kein Verständniss dafür!“
Der „Walliser Bote“ hat mit dem Schützen selbst gesprochen, der auf dem Standpunkt steht, dass es sein gutes Recht war, die Gams zu erlegen. Formaljuristisch wird das auch von niemandem bestritten. Dennoch kochen die Gemüter nach dem Tod der im fünften Lebensjahr stehenden und weithin bekannten Vertreterin des Krickelwildes nicht nur in Jägerkreisen hoch.
In online-Foren geht es dabei hart zur Sache. Darunter leidet der Ruf der Jägerschaft wieder einmal ganz allgemein. Einzelne Kommentatoren sind aber sehr wohl in der Lage, zu differenzieren. So Schreibt ein User im Forum des Tages-Anzeigers dem Schützen folgendes ins Stammbuch: „Ich habe nichts gegen Jäger, aber dieser Jäger, der die Jagdethik aufs übelste verletzt hat, soll sich bitte nicht beklagen, dass er von seinen Kollegen geächtet und gemobbt wird. Was hat er denn erwartet?“
JMB