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Änderung des Waffengesetzes in Kraft

Eine in der Hosentasche vergessene Patrone, kann zum Verlust der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit führen.


Nachdem das neue Waffengesetz gestern im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde, ist es ab heute (6. Juli) gültig. Für Jäger ändern sich hauptsächlich die Vorgaben bei der Waffenaufbewahrung. Neu erworbene Schränke müssen ab sofort die Sfufe 0 oder 1 aufweisen, die mindestens der Norm DIN/EN 1143-1 entspricht.

Bereits bei der Behörde eingetragene A- und B-Schränke (nach VDMA-Bauartbeschreibung) haben uneingeschränkten Bestandsschutz. Dies gilt auch dann, wenn weitere Waffen erworben werden. Allerdings ist dabei die maximal zulässige Kapazität und Eignung - beispielsweise für Kurzwaffen - des Tresors zu beachten. Die Aufbewahrung darf auch weiterhin nur ungeladen erfolgen.

Patrone in Jackentasche kann schwerwiegende Folgen haben

Für die kurzfristige Lagerung beispielsweise in einem Hotel ist es ab jetzt erlaubt, einen wesentlichen Teil der Waffe (z.B. Verschluss oder Vorderschaft) erlaubnisfrei mitzuführen. Bei fahrlässig falscher Aufbewahrung von Waffen und Munition handelt es sich auch weiterhin um eine Ordungswidrigkeit. Allerdings besteht das Risiko, die nötige Zuverlässigkeit zu verlieren. Dafür kann schon eine vergessene Patrone in der Jackentasche ausreichen.

Die Gesetzesänderung ermöglicht außerdem die erneute straffreie Abgabe verbotener Gegenstände und unrechtmäßig besessener Waffen für ein Jahr bei den zuständigen Behörden. Kriegswaffen und ähnliches sind von dieser Amnestie ausgenommen. PM


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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