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Änderung Jagdgesetz in Brandenburg: Verbände legen Vorschlag vor

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Freitag, 27.11.2020 - 13:00
Damhirsch im Herbstwald © taviphoto - stock.adobe.com
Der Schutz des Waldes und das zeit- und tierschutzgerechte Management des Wildes sind Inhalte des Vorschlages.

Die Novellierung des Jagdgesetzes in Brandenburg steht kurz bevor. Das Forum Natur Brandenburg, unter welchem sich die Landnutzerverbände zusammengeschlossen haben, legten der Landesregierung heute einen Vorschlag zur Änderung des Landesjagdgesetzes vor. Die Verbände möchten die Jagd unter dem „gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen justieren“. Nicht nur die Jäger, sondern auch weite Teile der Gesellschaft sollen das neue Jagdgesetz „als ihr Gesetz“ anerkennen.

So sollen laut Vorschlag künftig Jagdbezirke durch Forstbetriebsgemeinschaften gegründet werden und eine Neuregelung der Abschussplanung erfolgen. Zudem soll auch die Institution eines Stadtjägers geschaffen werden. Dies ist bereits auch in das neue Jagdgesetz in Baden-Württemberg eingeflossen.

Die Verbände schlagen z.B. auch eine Leinenpflicht von Hunden vom 1. März bis 15. Juli vor. 

Ministerium: Wildbestände müssten unbürokratisch reduziert werden

Auch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg äußerte sich bereits zu dem Vorschlag. So gab Umweltminister Axel Vogel in einer Pressemitteilung bekannt: „Dem Landesjagdgesetz kommt erhebliche Bedeutung zu, da aktuell 99 Prozent der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer keine Möglichkeit haben, auf ihren eigenen Flächen zu jagen – und damit die Zahl der Rehe und Hirsche so anzupassen, dass sich ihr Wald von alleine verjüngen kann.“ Allerdings müssten Wildbestände unbürokratisch reduziert werden können, damit der Wald eine Zukunft habe.

Den gesamten Erlass der Landnutzerverbände können Sie hier nachlesen:


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