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Abwehrprogramm gegen "Stadtschweine"

Der Jäger und Biologe Dr. Hinrich Zoller soll die städtischen Schwarzkittel erforschen. Foto: PM © PM

Die Biologen der Hochschule sollen untersuchen, welche Schäden Wildschweine in der Hansestadt und Umgebung – Gärten, Parkanlagen, Wiesen und Feldern – verursachen und wie man durch eine andere Bejagungsstrategie die Tiere fernhalten kann.
Wir wollen versuchen, zunächst die Populationsdichte der Schwarzkittel, beispielsweise durch Fotofallen, Markierung und Sichtzählungen zu bestimmen", erklärt der Jäger und Diplom-Biologe Dr. Hinrich Zoller vom Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock. Ebenso soll die Populationsdynamik und das Raum-Zeit-System der Tiere erforscht werden, um zu erfahren, wann sich die Tiere wo aufhalten. Dazu werde man Wildschweine fangen, markieren und besendern, um das Wanderungsverhalten und Reaktionen auf Bejagung nachzuvollziehen. "Dann wissen wir, welche Strategien wir anwenden können und was zu tun ist, damit die Tiere im Wald bleiben", hofft Stadtforstamtsleiter Jörg Harmuth. Ein weiterer Projektinhalt ist die Aufklärung der Bevölkerung in Bezug auf Füttern und Einzäunen der Grundstücke. Bis erste Forschungsergebnisse vorliegen, sei die einzige sinnvolle Möglichkeit die Bestände einzudämmen, die Jagd.
Rostock ist mit dem Vorhaben eine der ersten Universitäten Deutschlands, die sich intensiv mit dem Thema "Plage von Wildschweinen in der Stadt" beschäftigt und forscht. Allein im vergangen Jahr haben die Schwarzkittel auf Flächen des städtischen Grünamts Schäden in Höhe von 100.000 Euro verursacht. Auch andere Städte und Gemeinden Beispiel Saarbrücken und Magdeburg mit ähnlichen "Wildschwein-Problemen" dürften sich für die Forschungsergebnisse interessieren.
BS