+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 1.112 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 7.5.2021) +++
Home News Abschussgenehmigung verlängert: Rodewalder Wolf weiter im Visier

Abschussgenehmigung verlängert: Rodewalder Wolf weiter im Visier

Wolf-Nebel © imago images/Luigi Morbidelli
Die Ausnahmegenehmigung zum Abschuss des Rodewalder Rüden wird verlängert (Symbolbild).

Die Ausnahmegenehmigung zum Abschuss des Problemwolfes „GW717m“ wurde bis zum 15. April 2021 verlängert. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies begründet den Entschluss des Ministeriums in einer Pressemitteilung damit, dass sich „an der Notwendigkeit der Entscheidung“ nichts geändert habe. „Es ist auch weiterhin davon auszugehen, dass der Wolfsrüde seine Fähigkeit, zum Selbstschutz befähigte Tiere anzugreifen und zu reißen, beibehalten hat.“ Darüber hinaus sei zu erwarten, dass er seine Jagdtechnik an weitere Tiere des Rudels weitergebe.

Minister wünscht sich Akzeptanz der Gesellschaft

Die im Juli letzten Jahres erteilte Abschussgenehmigung lief zum 31. Dezember 2020 aus. Nachdem der „Freundeskreis freilebender Wölfe e.V.“ erfolglos versucht hatte eine Aufhebung der Genehmigung zu erwirken, stellte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg in diesem Zusammenhang vergangenen November fest, dass eine rechtssichere Entnahme von Problemwölfen – wie im Fall des Rodewalder Rüden – in begründeten Einzelfällen möglich und richtig sei. Lies begrüßt die Entscheidung des OVG: „Der Wolf ist streng geschützt, aber wenn er die Weidetierhaltung gefährdet, müssen wir handeln. Ich wünsche mir auch für dieses Vorgehen eine Akzeptanz in der Gesellschaft.“

Die Befristung der Ausnahmegenehmigung bis Mitte April stellt zum einen den engen zeitlichen Zusammenhang zu den vorangegangenen Rissereignissen dar. Zum anderen soll damit die Versorgung eventuell bis dahin geworfener Welpen gesichert werden. 


Kommentieren Sie