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Abschuss von 500 Stück Damwild geplant

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Montag, 13.06.2011 - 02:06
Foto: Stadt Viersen © Stadt Viersen

Auf dem ehemaligen Munitionsdepot "Brachter Wald" (Kreis Viersen/ NRW) leben auf einer umzäunten Fläche von knapp 1250 Hektar geschätzte 600 Stück Damwild. Dass diese Wilddichte in keiner Weise einem ökologischen Gleichgewicht entspricht ist schon lange bekannt (Pirsch berichtete: Ausgaben 16/2009 und 6/2010). Da die Duldung des Zaunes um das Depot zum 31. März 2013 ausläuft und der bisherige Pächter auf der Fläche der NRW-Stiftung (mit 850 Hektar größter Grundbesitzer dieser Anlage) die Jagd "einvernehmlich und bedingungslos" aufgibt, strebt das von Johannes Remmel (Grüne) geführte NRW-Umwelt-Ministerium an, den Bestand bis zu diesem Termin auf unter 100 Tiere zu senken. Anschließend sollen die drei Reviere der Stiftung als Regie-Jagd weiter geführt werden. Dies ist das Ergebnis einer Anhörung, an der auch DJV-Präsident Jochen Borchert in seiner Eigenschaft als Präsident der NRW-Stiftung beteiligt war.
Dieses Vorgehen wurde mit der Stiftung abgestimmt, bestätigten Stiftungssprecher Wilfried Raffel und Felix Becher der Rheinischen Post. Die zwei übrigen Reviere im Depot gehören der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises und sind aktuell an deren Geschäftsführer verpachtet. Dieser äußerte sich laut Presseberichten bisher nicht zu diesem Fall. BS