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Abschüsse weiter möglich

Wo einer ist, sind andere meist nicht weit: Kormorane beim Fressen. Foto: Florian Möllers © Florian Möllers

Wo einer ist, sind andere meist nicht weit: Kormorane beim Fressen. Foto: Florian Möllers


"Heute ist ein guter Tag für die niedersächsischen Fischer, Angler, Teichwirte und Fischzüchter", sagte CDU-Landtagsbageordnete Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens nach der Sitzung am vergangenen Donnerstag. Die Kormoran-Verordnung, die es zulässt die Vögel unter bestimmten Voraussetzungen zu Vergrämen oder zu töten, endete eigentlich zum Jahresende. Nun ist sie weitere drei Jahre gültig. Der Nabu hatte im Vorfeld Stimmung gegen diese Regelung gemacht. Die Sondererlaubnis würde die Bestände der reinen Fischfresser gefährden. Entgegen den Erfahrungen von Berufs- und Freizeitfischern behauptet der Verein, dass Schäden durch Kormorane nicht belegbar seien. Eine Gefährdung von heimischen Fischarten könne also keine Begründung für die Abschüsse sein.
Die niedersächsische Kormoran-Verordnung erlaubt Abschüsse in der Zeit vom 1. August bis zum 31. März des Jahres und das im Umkreis von 30 Kilometern um Teichwirtschaften. Einige Verschärfungen haben die Politiker der Verlängerung vorausgesetzt. So kann beispielsweise die untere Naturschutzbehörde das Töten der von Anglern auch als "schwarze Pest" bezeichneten Koloniebrüter in FFH-Gebieten versagen. Bisher war dies im Umkreis von 500 Metern um fischereilich genutzten Gewässern gestattet. Auch wurde die Verordnung nur für drei Jahre und nicht wie bisher üblich für sechs Jahre verlängert. Bis dahin sollen Daten erfasst und die Auswirkungen der Abschusserlaubnis belegt werden.
PM/BS
 


Benedikt Schwenen ist seit 2011 bei den dlv-Jagdmedien. Der gebürtige Emsländer beschäftigt sich überwiegend mit aktuellen und jagdpolitischen Themen.
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