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Abschaffung der Mindestpachtzeit gefordert

Cornelia Behm hält die neunjährige Mindestpachtzeit für sinnlos. Foto: ZV Gartenbau © ZV Gartenbau

In einer kürzlich erschienen Pressemitteilung kritisiert die Grünen-Sprecherin für Ländliche Entwicklung und Waldpolitik, Cornelia Behm, die neunjährige Mindestlaufzeit für Jagdpachtverträge. Ende Oktober hatte die Bundestagsabgeordnete schriftlich das Bundeskanzleramt nach dem Sinn dieser Regelung gefragt. Als Antwort gab die Bundesbehörde an, dass dadurch "eine nachhaltige Hege und Bewirtschaftung des Wildbestandes" gewährleistet werden soll.
Für Behm ist das ein Missbrauch des Begriffs der Nachhaltigkeit: "Gerade die Verpflichtungen zur langen Pachtzeit erschweren vernünftige Lösungen in den Jagdrevieren." Ebenso schaffe die Regelung Konflikte zwischen Pächtern und Verpächtern. Letzteren bestünde bei auftretenden Unzufriedenheiten zu wenig Handhabe, um eigene Interessen durchzusetzen. Durch die von der Fraktion geforderte "Vertragsfreiheit für die Laufzeit von Jagdpachtverträgen" hätten Grundstückseigentümer künftig mehr Möglichkeiten, geeignete Pächter zu finden.
BS