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Absage an Wolfsbefürworter

Überwachungskameras filmten den besenderten Wolf vor einer Kaserne. Foto: Bundeswehr


Minister Stefan Wenzel hält weiter an seinem Kurs fest: Vergrämen oder gegebenenfalls Entnehmen. Alle Antragsverfahren seien eingeleitet worden. Beispielsweise gilt es, artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigungen einzuholen und waffenrechtliche Fragen sowie Aspekte des Tierschutzes zu erörtern. „Die Vergrämungsmaßnahme soll von einem schwedischen Spezialisten vom Swedisch Wildlife Damage Center in Grimsö durchgeführt werden“, heißt es. Unterstützung erhalte dieser von Mitarbeitern des Wolfsbüros, einer Amtsveterinärin und Wolfsberatern. Wie und mit welcher Methode das Vorhaben umgesetzt werden soll, blieb weiter unbeantwortet. Momentan stehe man in regelmäßigem Funkkontakt (Kreuzpeilung) zum Rüden. Auch hier hakte die je-Redaktion nach, doch eine konkrete Antwort über die Häufigkeit der Peilungen bekamen wir nicht. Die Frage, zunächst den GPS-Sender wieder funktionstüchtig zu machen, um den Effekt der Vergrämung überprüfen zu können, halten die Verantwortlichen indes für zweitrangig: „In der aktuellen Situation hat eine schnelle Vergrämung die höhere Priorität“.
Ebenfalls am Montag "dankte" Wenzel den Teilnehmern der Petition „Gegen die Tötung des „Problemwolfs Kurti“ in Munster“. Exakt 6.762 Unterschriften zählt diese. Interessant ist, dass die meisten Stimmen aus Bundesländern kommen, in denen sich der Wolf (noch) nicht aufhält. Lediglich 1.244 Niedersachsen beteiligten sich.
Ganz anders ist die Tendenz einer Umfrage aus dem vergangenen Jahr. Hier beteiligten sich 7.037 Unterstützer an der Petition „Herr Umweltminister: Setzen Sie dem Wolf Grenzen – jetzt!“. Das Ergebnis: 3.609 Teilnehmer aus Niedersachsen.
MH