Abgeordnete informieren sich in einem Bergrevier

Meinungsaustausch vor Ort: Praktiker, Politiker und Verbandsfunktionäre bei der Exkursion ins Karwendelgebiet. Foto: JMB



BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke begrüßte die Gäste gemeinsam mit weiteren Präsidiumsmitgliedern in der Vorderriss. Unter den vornehmlich dem Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten entstammenden Abgeordneten der Regierungsfraktionen waren auch Landesbäuerin Annemarie Biechl und der Ausschussvorsitzende Albert Füracker.
Bei einem Ortstermin in einem grenznah gelegenen Revier der Österreichischen Bundesforsten konnte ein Eindruck davon gewonnen werden, welche Herausforderung es bedeutet, den Bergwald unter dem Einfluß von vier Schalenwildarten (Reh-, Gams-, Rot- und Steinwild) bei intensiver Waldweidenutzung und unter den Bedingungen einer stark frequentierten Freizeitregion zu bewirtschaften.
Der forstliche Revierleiter und Berufsjäger aus der dortigen Reviere schilderten den Besuchern, mit welchen Maßnahmen sie diese Herausforderung meistern. Mit den klaren forstlichen Zielvorstellungen, die vom Eigentümer selbst festgelegt und deren Erreichen von ihm auch kontrolliert wird geht eine jagdliche Bewirtschaftung einher, die ihr Augenmerk auf eine wildgerechte aber effektive Bejagung richtet. Von forstlicher Seite wird diese mit Lebensraummaßnahmen (Wildwiesen) und Jagdeinrichtungen (z.B. Schussschneisen in Schlägen) unterstützt.
In der anschließenden Diskussion wurden die Parallelen aber vor allem auch die Unterschiede zu der Situation im Freistaat herausgearbeitet. Im Vergleich kristallisierte sich heraus, dass pauschalen Betrachtungsweisen und Zwangsmaßnahmen für eine oder mehrere der beteiligten Parteien (Jagd, Forst, Landwirtschaft) wenig hilfreich sind. Erfolg versprechen vor allem ein gutes Verhältnis vor Ort und der Wille zur Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten bei der Umsetzung von regional abzustimmenden Konzepten. JMB

> bjv > bayern