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Ab ins Fundbüro!

Hauskatze: Jetzt wurden Fundbüros zur Annahme verpflichtet. Foto: Hartmut910/pixelio © Hartmut910/pixelio
Hauskatze: Jetzt wurden Fundbüros zur Annahme verpflichtet. Foto: Hartmut910/pixelio © Hartmut910/pixelio

Hauskatze: Jetzt wurden Fundbüros zur Annahme verpflichtet. Foto: Hartmut910/pixelio

In Nordrhein-Westfalen dürfen seit der Landesjagdgesetz-Novelle keine verwilderten Hauskatzen mehr getötet werden. Jäger und Vogelschützer befürchtet dadurch einen deutlichen Anstieg von wildernden Samtpfoten und damit einhergehend eine akute Bedrohung für zahlreiche Tierarten. Die rot-grüne Regierung ist die vom Landesjagdverband geforderte Registrierungs- und Kastrationspflicht bisher nicht angegangen und hat für das aufkommende Katzenproblem keine Lösungsvorschläge parat. Die Jägerschaft fragt sich also: Was tun mit gefangenen Stubentigern? „Wir bringen sie einfach zum Fundbüro“, so die Ansage einiger Grünröcke.
Ein Jagdaufseher ließ schließlich Taten folgen und brachte ein Exemplar der Gemeinde Ascheberg (Kreis Coesfeld). Die Mitarbeiter lehnten eine Aufnahme des „Fundstücks“ ab. Gemeinsam mit dem Landesjagdverband (LJV) wehrte sich der Jäger dagegen und bekam gestern am Verwaltungsgericht Münster Recht (Az. 1 L 1290/15). Laut LJV-Justitiar Hans-Jürgen Thies bestünde nun Klarheit für die Jäger im Umgang mit wildernden Hauskatzen, die als „ungewünschter Beifang“ in Lebendfallen geraten. Die Lösung des Katzenproblems, das übrigens auch laut Tierschützern größer werden wird, sei nicht mehr Aufgabe der Waidfrauen und -männer. Leidtragende des neuen „Ökologischen Jagdgesetzes“ sind in diesem Punkt die Kommunen, die mit dem Gerichts-Entscheid zur Annahme von Fundkatzen verpflichtet werden.
BS