+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 86 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 22.10.2020) +++
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75 Schafe durch Wildschweine getötet – Vorfall wirft Fragen auf

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Mittwoch, 30.09.2020 - 10:26
Drei Pyrenäenberghunde bewachten die Schafherde. © bennytrapp - stock.adobe.com
Drei Pyrenäenberghunde bewachten die Schafherde.

Ein Vorfall im Landkreis Elbe-Elster (Brandenburg) sorgt momentan für Aufruhr. In der Nacht von Samstag auf Sonntag gerieten aus bislang ungeklärten Gründen Wildschweine auf eine Schafsweide an der Elster. Die Weide war mit einem Knotengitterzaun eingezäunt, so die Aussage des Schafzuchtverbandes. Der Verband hat die Pressearbeit übernommen, um den betroffenen Schäfer zu schützen. Auf der Weide haben sich etwa 250 Schafe befunden, wovon nun 75 Tiere tot sind. Die drei mit der Herde lebenden Herdenschutzhunde seien mit Wildschweinen aneinander geraten, so die Vermutung des Schafzuchtverbandes. Dadurch ausgelöst hätten die Schafe Panik bekommen und sich totgetrampelt bzw. einzelne Tiere seien in der Elster ertrunken.

Hatten Wölfe die Wildschweine in Panik versetzt?

Die Auseinandersetzung sei auch an den Wildschweinen nicht spurlos vorbeigegangen. Zwei Stück Schwarzwild fielen den Pyrenäenberghunden zum Opfer. So fand der Schäfer zwei Wildschweine tot in der Elster auf – hätte diese jedoch nicht geborgen. Ein Sprecher des Schafzuchtverbandes sagte gegenüber der Redaktion, dass nach den Schwarzkitteln momentan gesucht werde.

Gegenüber der Redaktion äußerte sich ein Sprecher des Landratsamtes, dass die verendeten Stücke auch auf Afrikanische Schweinepest untersucht werden sollen. Weiterhin seien hinter den Wildschweinfährten auch Wolfsfährten gefunden worden. Ob Wölfe möglicherweise die Wildschweine auf die Weide getrieben haben, müsste nun geklärt werden. 

Unklar sei bislang, wer für den entstandenen Schaden aufkommt.


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