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70 Kitze gerettet

Kisten-Kitze: Diese Vier wurden bis zum Ende der Mahd in einer sicheren Box verwahrt. Die Ohrmarken sollen Aufschluss über Verhalten und Standorttreue geben. Foto: F. Auinger © F. Auinger

Ein schönes Beispiel kommt aus der oberösterreichischen Marktgemeinde Wartberg ob der Aist. Jagdleiter Franz Auinger berichtete, dass er und seine Helfer heuer 70 Kitze retteten. "Bei der Suche kamen zwei Infrarot-Wildretter sowie akustische Signalgeber zum Einsatz." Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt setzt ebenfalls auf moderne Lösungen. Zu Beginn der diesjährigen Mähsaison erklärte er, dass der Drohneneinsatz mit Wärmebildkameras bereits im kommenden Jahr serienmäßig zur Kitzrettung eingesetzt werden könnte.
Neben den Fluggeräten sind mittlerweile verschiedenste Helfer im Einsatz (sehen Sie hierzu unseren Film). Auch wenn neue Technik altbewährte Methoden ergänzt, geht nichts über eine gute Zusammenarbeit zwischen Jägern und Grundbesitzern. Dies geht bei der rechtzeitigen Information über den Mähzeitpunkt los und endet beim Anbringen der Vergrämungstechnik am Mähwerk.
Doch auch wenn verschiedene Methoden eingesetzt werden, gibt es keine hundertprozentige Sicherheit. In Zülow (Mecklenburg-Vorpommern) wurden allein auf einer Fläche von rund 20 Hektar zehn Kitze getötet – obwohl Hunde und akustische Vergrämer eingesetzt wurden.
Trotz derartiger Rückschläge werden die Jägerinnen und Jäger auch vor der nächsten Saison wieder keine Kosten und Mühen scheuen, um möglichst viele Tiere vor den Mähern zu schützen.
MH