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Bis zu 50 Kilo je Baum!

Die Buchen im Freistaat tragen heuer eine üppige Mast. Foto: StMELF Bayern © StMELF Bayern

Die Buchen im Freistaat tragen heuer eine üppige Mast. Foto: StMELF Bayern


Noch nie seit dem Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1950 haben die Buchen in Bayern so stark geblüht und so zahlreich Früchte getragen wie in diesem Jahr: „Die außergewöhnlich vielen Früchte lassen heuer eine Rekordernte erwarten“, wird der zuständige Forstminister Helmut Brunner in einer Presseaussendung seines Hauses zitiert.
Bis zu 50 Kilo reife Bucheckern können sich demnach in diesem Jahr an einer großen Buche entwickeln. Zusammen mit den Fruchtbechern, der stacheligen Hülle, kommt für die Bäume so schnell eine zusätzliche Last von 200 bis 300 Kilogramm zusammen. Bis Oktober reifen nun die Samen und fallen dann auf den Waldboden, wo aus den Sämlingen die Bestände der Zukunft entstehen.
Im wahrsten Sinne ein "gefundenes Fressen" für die Sauen. Und kein Grund zur Freude für den Waidmann. Leidet er doch gleich doppelt unter dem "Segen": Erfahrungsgemäß nimmt das Schwarzwild Kirrungen in Mastjahren schlecht oder nur sehr sporadisch an. Eine wichtige Möglichkeit zur Bejahung fället damit aus. Zu allem Überfluss wirkt sich das hervorragende Nahrungsangebot dann auch noch in einer gesteigerten Reproduktionsrate bei den Schwarzkitteln aus.
Auf Mastjahre folgen in der Regel dann auch Sauenjahre. Das ist wohl auch dem bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bewusst. So lautet der Schlusssatz der oben zitierten Pressemitteilung folgerichtig: "Angesichts wachsender Schäden in der Landwirtschaft appelliert der Minister daher an die Jäger heuer besonders, bei der Schwarzwildjagd nicht nachzulassen."
PM/JMB