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40 Jahre FUST

Auch das Gamswild profitiert von den Forschungsarbeiten zu den alpinen Lebensräumen. Foto: FUST © FUST TIROL

Mit großem Weitblick und Idealismus legten Christiane und Emil Underberg bereits 1970 den Grundstein für dieses einzigartige Langfristprojekt in Achenkirch/Tirol (Österreich). Es ging ihnen darum, die durch Übernutzung der Alpen durch Land- und Forstwirtschaft, durch Jagd und Tourismus entstandene Probleme zu analysieren und Lösungen aufzuzeigen.
Stand am Anfang vor allem die Wald- und Wildproblematik im Vordergrund, so erweiterte sich das Aufgabenspektrum laufend um Fragestellungen, die Fauna, Flora, Boden, Wasser, Luft und Klima betreffen. Es wurden Versuchsflächen angelegt, die heute noch Aufschlüsse über die langfristige Waldentwicklung und deren Einflussfaktoren ermöglichen. Neben einer eigenen Schriftenreihe entstanden in Kooperation mit Universitäten weit mehr als hundert Publikationen, Diplomarbeiten und Dissertationen, die sich durch engen Praxisbezug auszeichnen.
Die Arbeit des FUST-Tirol hatte maßgeblichen Einfluss auf behördliche Entscheidungen und auf das Handeln von Personen, die das Gebot der Nachhaltigkeit bei ihren Tätigkeit im Alpenraum praktisch umsetzen.
Heute stellt sich FUST-Tirol als eine vitale Forschungseinrichtung dar, die zu Recht mit Optimismus an neue Aufgaben herangeht. Mit den Österreichischen Bundesforsten wurde vereinbart, in Zukunft bei ökologischen, ökonomischen und sozialen Fragestellungen im Schulterschluss zusammenzuarbeiten. Dies betrifft auch internationale Abkommen, wie die Alpenkonvention und länderübergreifende EU-Programme.
FUST-Tirol ist eine lange Erfolgsstory, die zeigt, dass privates Engagement ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Faktor zur Entwicklung von konsensfähigen Lösungen bei Landnutzungskonflikten ist. Dr. Richard Lammel