+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 114 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 30.10.2020) +++
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32 ASP-Fälle – LJV Brandenburg entsetzt über Zaun

Elektrozaun-ASP © Ronny - stock.adobe.com
Der derzeitige Zaun um den Sperrbezirk sorgt für zahlreiche Diskussionen (Symbolbild).

Seit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest am 10. September steigen die Zahlen immer weiter. Wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft berichtet, seien mittlerweile 32 Wildschweine (Stand 24.09.2020) positiv auf das gefährliche Virus getestet worden. Alle Funden würden in der derzeitigen gefährdeten Zone liegen, so das Bundesministerium weiter. Das zuständige Verbraucherschutzministerium Brandenburg gibt in einer Pressemitteilung an, dass die neuen Funde alle im Ortsteil Kummro nahe der Gemeinde Neuzelle im Landkreis Oder-Spree und damit im Kerngebiet liegen würden. 

Kadaversuchhunde im Einsatz

Mit vielfältigen Maßnahmen, unter anderem dem Einsatz von speziell ausgebildeten Kadaverspürhunden aus Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein, wird derzeit fieberhaft nach weiteren toten oder erkrankten Wildschweinen gesucht. Derzeit liegen noch keine Informationen zu einem Fund durch die Spürhunde vor.

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner gab heute an, dass man die Ankündigung Brandenburgs, einen festen Zaun an der Grenze zu Polen zu errichten, begrüßen würde. Dafür sei vom Bund, abhängig von der Seuchenlage, die Rechtsgrundlage erweitert worden. Die Ministerin warnte aber auch gleichzeitig vor der Illusion, dass eine feste Zaunanlage die Ausbreitung der ASP verhindern könne. Zäune seien niemals völlig dicht und ein „urbanes Gebiet könne nicht vollständig in den Zaun integriert“ werden. Außerdem würde eine große Gefahr von täglich tausenden Pendlern ausgehen, die die Grenze aus ASP-Gebieten passieren.

Elektrozaun führt keinen Strom

Der um das aktuelle Risikogebiet gezogene mobile Elektrozaun sorgt weiterhin für Diskussionen. Immer wieder gab es in den letzten Tagen Berichte darüber, dass der Zaun an einigen Stellen am Boden liegt oder keinen Strom führt. Dirk Wellershoff, Präsident des Landesjagdverband Brandenburg, wollte sich vor Ort selbst ein Bild von der aktuellen Situation machen und war entsetzt. Die von ihm besichtigten Zaunstücke führte tatsächlich keinen Strom und würden Schwarzwild nicht am wechseln aus oder in die Kernzone hindern.

Die Meldung wurde zuletzt am 24.09.2020 aktualisiert.


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