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300 Jahre Nachhaltigkeit

Hans Carl von Carlowitz. Foto: UK © UK

Hans Carl von Carlowitz. Foto: UK

Ob sich der sächsische Ökonom Hans Carl von Carlowitz darüber bewusst war, welchen Stein er 1713 mit seiner Schrift "Sylvicultura oeconomica", in der das Prinzip der Nachhaltigkeit beschrieb, ins Rollen brachte. Heute wird der Schlüsselbegriff "Nachhaltigkeit" von jedem branchenübergreifend benutzt. Sei es in der Personalführung oder im Bankenwesen. Doch Carlowitz schuf den Begriff für die Forstwirtschaft in seinen "Naturmäßigen Anweisungen zur Wilden Baum-Zucht" (so der Untertitel seines Werkes). Seit geraumer Zeit wurde die Idee auf die Bejagung von Wild übertragen. Schonzeiten, Abschussregelungen und neue Jagdstrategien sind entstanden.
Als eines von insgesamt 16 Kindern hatte Carlowitz am 14. Dezember 1645 in Oberrabenstein bei Chemnitz das Licht der Welt erblickt. Nach seinem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Jena zog es ihn auf einer Reise durch Europa nach Frankreich, wo zu dieser Zeit ein modernes Waldgesetz erlassen wurde. Auch das sollte sich auch auf sein Werk auswirken. Nachdem er 1711 als Leiter des "Sächsischen Oberbergamtes" für die Holzversorgung des Berg- und Hüttenwesens verantwortlich war, schrieb er das erste Buch über nachhaltige Forstwirtschaft. Ein Jahr später verstarb Carlowitz im Alter von 69 Jahren.
BS